Russland

Nach Treffen in Riad: Russischer Staatsfonds erwartet Rückkehr von US-Unternehmen noch in 2025

Der Chef des staatlichen russischen Investitionsfonds ist zuversichtlich, dass amerikanische Unternehmen schon bald wieder in Russland Geschäfte machen werden.

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Kirill Dmitriev, Chef des Russischen Staatsfonds, leitete in Riad die wirtschaftlichen Gespräche für Russland.

Kirill Dmitriev, Chef des Russischen Staatsfonds, leitete in Riad die wirtschaftlichen Gespräche für Russland.

© Baraa Anwer/AP

Der Russische Staatsfonds (RDIF) erwartet, dass mehrere US-Unternehmen noch in diesem Jahr nach Russland zurückkommen werden. Laut der staatlichen russsischen Nachrichtenagentur Tass sagte der RDIF-Chef Kirill Dmitriev am Mittwoch: „RDIF erwartet, dass eine Reihe amerikanischer Unternehmen bereits im zweiten Quartal des Jahres auf den russischen Markt zurückkehren werden.“ Nach Informationen der New York Times könnte es vor allem um amerikanische Ölunternehmen gehen.

Dmitriev ist einer der wichtigsten Finanzexperten Russlands. er war unter anderem für den Corona-Impfstoff Sputnik V verantwortlich, was er damals im Detail der Berliner Zeitung im Interview erklärte.

Unternehmen aus den USA und Europa hatten sich im Zuge der Sanktionen, die gegen Russland wegen seines Angriffs auf die Ukraine verhängt wurden, vom russischen Markt zurückgezogen.

Dmitriev gehörte der russischen Delegation an, die sich am Dienstag in Riad mit russischen Unterhändlern getroffen hatte, um über die Beziehungen zwischen Washington und Moskau sowie über mögliche Verhandlungen über ein Ende des Ukrainekrieges zu sprechen.

Nach dem Treffen hieß es von beiden Seiten, dass in Fragen der Wirtschaft Fortschritte erzielt worden seien. Russische Kommentatoren äußerten daraufhin die Hoffnung, dass die Gespräche mit der Trump-Regierung und ein mögliches Friedensabkommen für die Ukraine den Weg für eine Aufhebung der gegen Moskau verhängten US-Sanktionen ebnen könnten.

Dmitriev: Rückkehrprozess für US-Unternehmen wird nicht einfach

Dmitriev selbst lobte in einem Interview mit dem US-Sender CNN Trumps Leute als „große Problemlöser“ und bestritt, dass es Russland vor allem um ein Ende der Sanktionen gehe. „Es ist wichtig, Brücken zu bauen. Ich denke, dass die Beziehungen zwischen den USA und Russland wichtig für die Welt sind.“

Nach Aussage Dmitrievs gegenüber Tass werde jedoch der nun von ihm erwartete Rückkehrprozess für US-Unternehmen nicht einfach sein, „da viele Nischen bereits von anderen besetzt sind“. Dmitriev behauptete weiter, US-Unternehmen hätten mehr als 300 Mrd. Dollar verloren, nachdem sie Russland verlassen hatten.

Vom US-Außenministerium hieß es, dass der Grundstein für „eine künftige Zusammenarbeit in Fragen von beiderseitigem geopolitischem Interesse sowie historischen Wirtschafts- und Investitionsmöglichkeiten“ gelegt werde. Diese würden sich aber erst aus „einer erfolgreichen Beendigung des Konflikts in der Ukraine ergeben“.

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