Kaum ist die historische Juni-Hitze vorüber, deuten mehrere Wettermodelle bereits die nächste Hitzewelle für Deutschland und Europa an. Zunächst sorgen Gewitter und kühlere Luft für eine Verschnaufpause – auch in Berlin und Brandenburg.
Wettermodelle zeigen heiße Juli-Tage
Nach der vom Deutschen Wetterdienst (DWD) als historisch eingestuften Hitzewelle der vergangenen Tage zeichnet sich nach Einschätzung mehrerer Meteorologen bereits die nächste Hitzeperiode ab. Mehrere Wettermodelle, darunter das europäische ECMWF und das US-Modell GFS, berechneten laut verschiedenen Wetterexperten bereits vor Mitte Juli erneut deutlich überdurchschnittliche Temperaturen.
Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Portal wetter.net schreibt in seiner Kolumne in der Frankfurter Rundschau: „Nach der kurzen Verschnaufpause drehen die Temperaturen ab dem 10. bis 12. Juli wieder massiv nach oben.“ Der Plattform t-online sagte er: „Es sieht so aus, als würde sich das gleiche Schema wie in den vergangenen Tagen wiederholen. Das ist dramatisch.“ Aus Frankreich könnten erneut bis zu 40 Grad heiße Luftmassen nach Deutschland strömen.
Auch der Meteorologe Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung verwies auf der Plattform X auf Prognosen, wonach nach einer kühleren Phase ab dem 8. Juli erneut hohe Werte zu erwarten seien.
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Wochenvorschau: Erst Abkühlung und Unwetter
Zunächst bringt eine Kaltfront laut DWD ab Montag spürbar kühlere Luft nach Deutschland. In Berlin und Brandenburg werden am Montag noch Höchstwerte zwischen 27 und 31 Grad erwartet, dazu im Tagesverlauf Schauer und Gewitter mit lokalem Unwetterpotenzial. Möglich seien Starkregen bis 40 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit, Sturmböen bis 85 Kilometer pro Stunde und Hagel, teilte der DWD mit. Vereinzelt seien auch extreme Niederschlagsmengen bis 60 Liter pro Quadratmeter nicht ausgeschlossen.
Am Dienstag und Mittwoch bleibt es im Osten wechselhaft mit weiteren Gewittern und Höchstwerten zwischen 23 und 28 Grad. Bundesweit sinken die Temperaturen laut DWD vorübergehend auf 19 bis 25 Grad, an der Nordsee teils nur 18 Grad. Vor allem im Norden wird es zeitweise sehr windig mit Sturmböen an den Küsten.
DWD: Hitzewelle „für die Geschichtsbücher“
Die zurückliegende Hitzewelle bezeichnete der DWD in einer ersten Bilanz als bislang einmalig. An 252 Wetterstationen sei ein neuer Allzeithöchstwert gemessen worden, an 46 Stationen in elf Bundesländern wurde die 40-Grad-Marke erreicht oder übertroffen. Der vorläufige Spitzenwert lag am Sonntag mit 41,7 Grad in Neißemünde im brandenburgischen Landkreis Oder-Spree.
Erstmals seit Aufzeichnungsbeginn sei zudem auf Helgoland ein Hitzetag über 30 Grad registriert worden. Auch laut DWD könnte sich das Geschehen wiederholen: Für das kommende Wochenende erwartet der Wetterdienst am Oberrhein bereits wieder bis zu 31 Grad, von Montag bis Mittwoch danach verbreitet 30 bis 35 Grad.
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