Katar hat einem Medienbericht zufolge den politischen Führern der Hamas mitgeteilt, dass sie im Golfstaat „nicht mehr willkommen“ sind. Das will der israelische Fernsehsender Kan News von drei unterschiedlichen Quellen erfahren haben. Die Entscheidung sei der palästinensischen Miliz „in den letzten Tagen“ mitgeteilt worden, hieß es weiter. Dem Bericht zufolge sei dies auf Wunsch der USA erfolgt. Auch die Jerusalem Post griff die Nachricht auf.
Katar hatte bisher argumentiert, die Anwesenheit der Hamas-Führer werde geduldet, um einen Dialog über die Freilassung der am 7. Oktober 2023 entführten Geiseln zu ermöglichen. Katar, „wichtiger Nicht-NATO-Verbündeter“ der USA, habe wiederholt seine Position als regionaler Akteur betont, der in der Lage sei, zwischen den Konfliktparteien des Gaza-Kriegs zu vermitteln. Der reiche Golfstaat ist nach eigenen Angaben eine der wenigen Parteien mit einem direkten Draht zur Hamas-Führung. „Es ist zudem die Heimat einiger Führer der von den USA und der EU sanktionierten Terrorbewegung Hamas“, schrieb der Journalist und Analyst Benjamin Weinthal über die Rolle des Golfstaats bei der Finanzierung der Organisation.
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