Nato

Aufrüstung statt Diplomatie: Ist die Nato in den Denkmustern des Kalten Krieges gefangen?

Die Militär-Allianz setzt auf Aufrüstung und Abschreckung. Doch es fehlt eine langfristige Strategie für Frieden und Sicherheit in Europa. Eine Kolumne.

5 Min
Nato-Generalsekretär Mark Rutte wirbt für höhere Verteidigungsausgaben der Nato-Mitglieder.

Nato-Generalsekretär Mark Rutte wirbt für höhere Verteidigungsausgaben der Nato-Mitglieder.

© ANP/imago

Die Nato präsentiert sich so geschlossen wie lange nicht. Doch hinter der demonstrierten Einigkeit wachsen die strategischen Widersprüche des Bündnisses. Auf dem Gipfel in Ankara im Juli wurde keine der grundlegenden Fragen der europäischen Sicherheit ernsthaft diskutiert. Stattdessen verpflichteten sich die europäischen Mitgliedstaaten unter dem Schlagwort der „Lastenverlagerung“ erneut dazu, ihre Militärausgaben zu erhöhen, die Finanzierung von Rüstungsbeschaffungen stärker zu koordinieren und auf die wahrgenommenen Herausforderungen durch äußere Mächte mit einer verstärkten Militarisierung zu reagieren.

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