„Alexej Nawalny lebt“, so lautet der Tweet der Pressesprecherin Nawalnys Kira Jarmysch am 26. Dezember 2023. Nach wochenlanger Suche unter demonstrativem Schweigen der russischen Justizbehörden vermeldete Iwan Schdanow, Direktor des Fonds zur Korruptionsbekämpfung (FBK), Alexej Nawalny nach rund einem Monat am 25. Dezember 2023 in der Strafkolonie IK-3 in der Siedlung Charp im Autonomen Kreis der Jamal-Nenzen aufgefunden zu haben.
Die im Zentrum der Siedlung Charp liegende Strafkolonie IK-3, besser bekannt unter ihrem romantischen Beinamen „Polarwolf“, gilt als eine der strengsten Strafkolonien in ganz Russland. Es handelt sich hierbei um eine sogenannte Spezialkolonie (Strafkolonie des Sonderregimes) unter Extremwetterbedingungen nördlich des Polarkreises. Der überwiegende Teil der Häftlinge in der Strafkolonie IK-3 verbüßt seine Strafen wegen schwerer und besonders schwerer Verbrechen. Mörder, Vergewaltiger, Wiederholungstäter, die zu 20 oder mehr Jahren Haft verurteilt wurden.
Russland
Inhaftiert „am Rande des Lebens“: Nawalny inmitten von Serienmördern, Vergewaltigern und Kannibalen
Der Kremlgegner ist in eine russische Spezialkolonie jenseits des Polarkreises verlegt worden. Wird es Putin auf diese Weise gelingen, ihn zum Schweigen zu bringen?
Alexander Dubowy
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Alexej Nawalny steht vor Gericht in Moskau im Jahr 2021
© Moskauer Gericht/AP