Bevor es jedoch so weit kommt, wird Falke - ohne Grosz - zu einem Elite-Internat aufs Land beordert. Denn dort ist der Schüler Juan verschwunden. Und der ist nicht - wie zunächst angenommen - der Sohn des Botschafters, sondern der des erwarteten Despoten.
Falke soll deshalb diskret ermitteln, ob der Junge „nur betrunken in einer Kneipe“ liegt oder entführt wurde. Rund ums Internat erwartet Falke schließlich eine ganz eigene, ihm weitgehend unbekannte Welt.
Hat das Regime selbst die Finger im Spiel? Ist es ein Schachzug der politischen Gegner? Oder doch nur ein missglückter Jungenstreich? Sind Freunde in die Sache verwickelt? Mehr als einmal scheint die Lösung quasi auf der Hand zu liegen.
Mit guten Einfällen begleitet
An seiner Seite ermittelt Dorfpolizist Felix Wacker (Arash Marandi), der Falke hier und da trotz erster Vorurteile und so einiger gut getroffener Fettnäpfchen auch mit guten Einfällen überrascht.
„Tyrannenmord“ ist ein „Tatort“, bei dem Falke-Fans ordentlich auf ihre Kosten kommen. Rau- wie breitbeinig, schlecht gelaunt, genervt, rebellisch und skeptisch ermittelt der Polizist bis zur Aufklärung seines zunächst undurchschaubaren Falls.
Der norddeutsche „Tatort“ schneidet zudem gesellschaftliche und politische Themen an: wirtschaftliche Abhängigkeiten von einem diktatorisch geführten Land ohne Meinungsfreiheit. Gute Bildung nur für Reiche. Machtmissbrauch gegenüber Schutzbefohlenen.
Der Krimi erlebte im Frühjahr seine Erstausstrahlung. Etwa 9,4 Millionen schalteten damals - am 20. März - das Erste ein. Nun wiederholt der NDR in seinem Dritten den klassisch aufgebauten Krimi.
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