Umstrittener Neubau in Mitte

Investor am Leipziger Platz stellt Bauantrag

Das Projekt brachte den damaligen Stadtentwicklungssenator Geisel in Erklärungsnot.

Ulrich Paul
1 Min
Die letzte Baulücke auf dem Leipziger Platz im Zentrum Berlins wird bald geschlossen.

Die letzte Baulücke auf dem Leipziger Platz im Zentrum Berlins wird bald geschlossen.

© leonwohlhage

Die Sprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Katrin Dietl sagte, der Bauantrag sei am 16. März mit Bitte um Stellungnahme in ihrer Behörde eingegangen. Der Bescheid mit der Befreiung von der Wohnungsbau-Verpflichtung sei rechtskräftig, eine Aufhebung nicht möglich. Für den Investor bedeutet dies, dass er mit der Baugenehmigung rechnen kann.

Der Bebauungsplan für den Leipziger Platz sieht vor, dass die Investoren auf 20 Prozent ihrer Flächen Wohnungen errichten. So sollte sichergestellt werden, dass ein gemischt genutztes Quartier entsteht.

Befreiung trotz Bedenken

Der Investor des letzten noch unbebauten Grundstücks am Leipziger Platz wollte sich daran aber nicht halten und beantragte die Befreiung. Geisel, heute Innensenator, erteilte die Befreiung trotz schwerer Bedenken in der Senatsverwaltung. Geisels Argument: Das Grundstück sei von beiden Seiten „besonders verlärmt“. Pikant: Ex-Stadtentwicklungssenator Peter Strieder (SPD) hatte zuvor im Bezirk für den Investor gefragt, ob eine Befreiung möglich ist – und war abgeblitzt.

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de