Gothe bekräftigte, dass auf dem Tempelhofer Feld neue Wohnungen für Bezieher mittlerer und kleiner Einkommen entstehen sollen. Beim ersten großen Bauprojekt am Tempelhofer Damm, wo bis zu 1700 Wohnungen geplant sind, sollten mindestens 50 Prozent der Wohnungen zu Mieten von 6 bis 8 Euro je Quadratmeter Wohnfläche monatlich (kalt) angeboten werden. Diese für Neubauten vergleichsweise niedrigen Mieten sollen unter anderem durch eine neue Wohnungsbauförderung erreicht werden.
10 Euro pro Quadratmeter
Neue Wohnungen seien aufgrund der Baukosten so teuer, dass die Mieten ohne Förderung bei etwa 10 Euro je Quadratmeter lägen, sagte Gothe. Die geplante Förderung für Berlin sieht Einstiegsmieten je nach Einkommen zwischen 6 und 7,50 Euro je Quadratmeter vor. Auf Mieten von 8 Euro je Quadratmeter kommen die Vermieter dadurch, dass sie einige Wohnungen teurer vermieten, andere dafür preisgünstiger anbieten.
Die landeseigenen Wohnungsunternehmen Stadt und Land und Degewo sowie die Wohnungsgenossenschaft Ideal sollen die Wohnungen am Tempelhofer Damm errichten. Die Bauarbeiten sollen Anfang 2016 beginnen, sagte Ingo Malter, Geschäftsführer der Stadt und Land. Am Rand des Tempelhofer Feldes sollen insgesamt rund 4700 Wohnungen in mehreren Stadtquartieren errichtet werden. Die große Fläche in der Mitte des Feldes soll unbebaut bleiben.
Michael Schneidewind von der Initiative 100 Prozent Tempelhofer Feld erklärte, dass er die Pläne ablehne. Seine Initiative, die die Bebauung über einen Volksentscheid verhindern will, habe nichts gegen den Bau neuer Wohnungen. „Aber wir sind nicht der Auffassung, dass sie auf dem Tempelhofer Feld gebaut werden müssen“, sagte er. Es gebe andere, besser geeignete Flächen in der Stadt. Die grüne Wiese in Tempelhof müsse erst für viel Geld baureif gemacht werden. Es sei nicht auszuschließen, dass später weitere Flächen in der Mitte des Feldes als Bauland verkauft werden.
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