Die Deutsche Bahn führt am 14. Dezember einen Fahrplanwechsel durch, wodurch auch in Berlin und Brandenburg einige Änderungen im Fernverkehr stattfinden werden. So sollen drei zusätzliche Sprinter künftig Berlin mit München verbinden. Damit gibt es künftig stündlich eine besonders schnelle ICE-Verbindung mit unter vier Stunden Fahrzeit zwischen den beiden Metropolen, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Die Züge enden und starten in Berlin und nicht mehr wie bisher in Hamburg.
Und auch Berlin und Stuttgart sollen künftig durch einen Sprinter-ICE verbunden werden. Der Zug soll morgens aus dem Süden losfahren und am Nachmittag von Berlin aus wieder zurück. Die Fahrzeit soll dabei unter fünf Stunden betragen und damit eine Stunde weniger als herkömmliche Fernverkehrsverbindungen. Dafür fallen Sprinter-Verbindungen zwischen Berlin und Nordrhein-Westfalen weg. Ab dem 7. Februar gibt es den ICE, der von Berlin aus ohne Halt bis nach Köln und weiter nach Bonn durchgefahren ist, nicht mehr.
Zusätzliche ICE-Verbindung an die Ostsee
Sobald die Sanierungen auf der Strecke Hamburg-Berlin abgeschlossen sind, will die Bahn außerdem eine Direktverbindung zwischen Berlin und der dänischen Hauptstadt Kopenhagen anbieten - die Fahrtzeit soll etwa sieben Stunden betragen. Ziel ist es, die Verbindung zwischen Hamburg und Prag über Berlin bis nach Kopenhagen zu verlängern. Die Züge werden den Angaben zufolge von der Tschechischen Staatsbahn CD und der dänischen DSB betrieben.
Hinzu kommt Richtung Norden eine zusätzliche ICE-Verbindung pro Tag in Richtung Ostsee. Die Züge fahren dann fünfmal täglich zwischen Stralsund über Pasewalk und Eberswalde nach Berlin . Dafür entfallen auf diesen Linien künftig die Halte Angermünde und Bernau. Die Bahn verweist auf die parallelen Nahverkehrsverbindungen in diesem Bereich. Auf der Verbindung zwischen Rostock und Dresden über Berlin kommen künftig Intercity-2-Doppelstockzüge mit einer höheren Sitzplatzkapazität zum Einsatz. Dafür entfällt ein Zug auf der Strecke am Tagesrand.
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Neue Regelung für Tickets im Fernverkehr
Die Deutsche Bahn kündigte zudem an, dass in den Fernverkehrszügen ab dem 14. Dezember keine Nahverkehrstickets des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB) anerkannt werden. Das betreffe das Intercity-Angebot im Abschnitt Berlin-Doberlug-Kirchhain-Elsterwerda, Potsdam-Cottbus sowie die ICE-Züge im Abschnitt Berlin -Prenzlau.
Grund dafür sei das Deutschlandticket. Seit das Ticket auf diesen Abschnitten anerkannt wurde, seien deutlich mehr Personen mit dem Fernverkehr gefahren als absehbar. Das habe zu überfüllten Zügen geführt. Trotz intensiver Verhandlungen habe zudem mit dem VBB und den Ländern keine Einigung über die Kosten erzielt werden können.
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