Lohngefälle

Neue Lohndaten: Berlin hängt den Osten ab – doch die Ost-West-Lücke bleibt

Im Osten verdienen Beschäftigte noch immer deutlich weniger als im Westen. Neue Zahlen der Bundesregierung zeigen aber auch einen Ausreißer: Berlin.

5 Min
AfD-Bundestagsabgeordner René Springer: „Berlin zeigt, dass hohe Löhne im Osten möglich sind.“ (Archivbild)

AfD-Bundestagsabgeordner René Springer: „Berlin zeigt, dass hohe Löhne im Osten möglich sind.“ (Archivbild)

© Serhat Kocak/dpa

Berlin ist bei den Löhnen längst nicht mehr typisch ostdeutsch. Während die Löhne in den ostdeutschen Flächenländern weiterhin deutlich hinter denen im Westen zurückliegen, hat sich die Hauptstadt abgesetzt. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten René Springer und weiterer Abgeordneter hervor, die der Berliner Zeitung vorliegt.

Demnach lag das Medianentgelt sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigter in Berlin 2025 bei 4459 Euro brutto im Monat. Damit weist die Hauptstadt den höchsten Wert Ostdeutschlands auf. 2022 waren es noch 3806 Euro. Innerhalb von drei Jahren ist der Berliner Median damit um 653 Euro beziehungsweise rund 17 Prozent gestiegen.

Mit einem Abo weiterlesen

Sie haben bereits ein B+ Abo?

*