Neue Masche der Drogendealer: Erdbeer-Meth für Thailands Kinder

Kinder mögen Süßes - genau das nutzen Thailands Drogendealer aus und ködern junge Menschen mit einer neuen Masche: Sie packen synthetisches Rauschgift wie Methamphetamin in Zuckerpillen mit Schokoladen-, Milch,- oder Erdbeergeschmack. Das berichtete die Zeitung „Nation“ am ...

BLZ
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Bangkok - Kinder mögen Süßes - genau das nutzen Thailands Drogendealer aus und ködern junge Menschen mit einer neuen Masche: Sie packen synthetisches Rauschgift wie Methamphetamin in Zuckerpillen mit Schokoladen-, Milch,- oder Erdbeergeschmack. Das berichtete die Zeitung „Nation“ am Dienstag.

Die Hersteller zielten vor allem auf junge Menschen ab. Sie sollen so leichter an die eigentlich bitter schmeckenden Drogen herangeführt und abhängig gemacht werden, zitierte die Zeitung den Direktor eines Instituts, das Rauschgiftabhängige behandelt.

Die neue Droge namens "Yaba" ist die thailändische Bezeichnung für Methylamphetamin und wird gezuckert, damit sie für Kinder und Jugendliche "genießbar" wird. In Europa und den USA wird die Droge als Crystal Meth bezeichnet. Das Nervensystem wird nach und nach zerstört, auch der Körper wird extrem geschädigt. Bereits jetzt seien in Thailand rund 75 Prozent der Drogenpatienten Konsumenten von Yaba und 25 Prozent abhängig von Meth, auch "Ice" genannt. Auch nach einem Entzug könnten irreparable mentale Schäden bleiben. Die meisten Drogen, die den Weg nach Thailand finden, kommen aus dem Osten Burmas.

Auch bei der Vermarktung sind die Drogendealer kreativ: Über Facebook bringen sie die wie Süßigkeiten aussehenden bunten Pillen unter die jungen Menschen. Eine der Wirkungen ist, dass man mehrere Tage wach sein kann ohne zu essen oder Müdigkeit zu empfinden. Die Droge verleiht zwar zunächst ein Gefühl von Stärke und Selbstbewusstsein, wenn die Wirkung nachlässt, folgt eine Phase von Lethargie und Depression.

Das Potential einer Abhängigkeit ist sehr hoch. Crystal wird überwiegend geschnupft, teilweise geraucht, in Wasser gelöst intravenös injiziert oder auch rektal verabreicht. (BLZ/dpa)

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