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Flüchtlinge

Neue Zahlen: So viele Asylbewerber und Flüchtlinge nahmen Berlin und Brandenburg auf

Die meisten kommen aus Syrien, der Türkei und Afghanistan. Nur ein Bruchteil derer, die schon in einem anderen EU-Land einen Antrag stellten, wurde abgewiesen.

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Knapp 218.000 Menschen haben 2022 erstmals in Deutschland Asyl beantragt – so viele wie seit 2016 nicht. In diesem Jahr waren es schon mehr als 286.000.

Knapp 218.000 Menschen haben 2022 erstmals in Deutschland Asyl beantragt – so viele wie seit 2016 nicht. In diesem Jahr waren es schon mehr als 286.000.

© Stefan Puchner/dpa

Die Bundesländer haben von Januar bis Oktober bereits 263.766 Asylbewerber bei sich untergebracht. Zudem kamen weitere 250.071 Menschen aus der Ukraine als Kriegsflüchtlinge nach Deutschland, die nach dem sogenannten Königsteiner Schlüssel auf die Bundesländer verteilt wurden. Diese Zahlen nannte das Bundesministerium des Innern (BMI) auf eine Anfrage der AfD. 

Berlin nahm demnach seit Jahresbeginn bis Ende Oktober 13.780 Asylsuchende und 13.113 Ukraine-Flüchtlinge auf. Brandenburg brachte 7989 Asylbewerber und 7386 Ukraine-Flüchtlinge unter. Damit sind bereits jetzt die Zahlen für das gesamte vergangene Jahr erreicht. Im vorigen Jahr nahm nach Angaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge Berlin 14.667 Asylbewerber auf und Brandenburg 4656. Die meisten davon kamen aus Syrien (34,4 Prozent), gefolgt von Afghanistan und der Türkei. 

Wie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge jetzt mitteilte, stellten im Zeitraum Januar bis Oktober insgesamt 286.638 Personen einen Asylantrag in Deutschland. Davon waren 267.384 Erst- und 19.254 Folgeanträge. Allein im Oktober nahm Deutschland 31.887 Asylerstanträge entgegen. Die größte Gruppe kam wieder aus Syrien (84.739), gefolgt von der Türkei (46.237) und Afghanistan.

Die Gesamtzahl der Asylbewerber und der ukrainischen Flüchtlinge nähert sich damit den Zahlen der Flüchtlingskrise der Jahre 2015 und 2016. „Das ist nicht mehr zu schultern. Wir brauchen keine Alibi-Asylgipfel mehr, sondern endlich konsequentes Handeln“, sagte der AfD-Bundestagsabgeordnete Leif-Erik Holm der Berliner Zeitung. Er fordert unter anderem Zurückweisungen an der Grenze, strengere Duldungskriterien, einen Stopp beim Familiennachzug, ein Ende der freiwilligen Aufnahmeprogramme und eine Abschiebeoffensive für nicht aufenthaltsberechtigte Migranten. Wer abgelehnt sei, müsse seinen Anspruch auf Sozialleistungen und kostenlose Gesundheitsversorgung verlieren.

Holm fragte das Innenministerium auch, wie viele Personen Asyl oder einen anderen Schutzstatus in Deutschland beantragten, die zuvor bereits in einem anderen EU-Mitgliedstaat ein entsprechendes Gesuch gestellt hatten. Er wollte außerdem wissen, wie viele von ihnen zurückgeschickt wurden, weil sie schon woanders Asyl beantragt hatten – wie es die Dublin-Verordnung vorsieht. Laut BMI stellten von Januar bis Ende September 44.744 Personen einen Asylantrag in Deutschland, die das bereits in einem anderen EU-Mitgliedstaat getan hatten. 3799 Personen wurden zurückgeschickt.

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