Kriminalität

Neue Zahlen zur Kriminalitätsbelastung: Syrer in Deutschland erheblich gewalttätiger als Bundesbürger

CDU-Staatssekretär sieht Zusammenhang zwischen Asylmigration und steigender Gewaltkriminalität. Die meisten Zuwanderergruppen lebten jedoch „rechtschaffen und friedfertig in unserem Land".

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Syrer in Deutschland sind Medienberichten zufolge erheblich gewalttätiger als Bundesbürger.

Syrer in Deutschland sind Medienberichten zufolge erheblich gewalttätiger als Bundesbürger.

© Jens Büttner/dpa

Syrische Staatsangehörige in Deutschland werden bei Gewaltkriminalität knapp elfmal so häufig als Tatverdächtige erfasst wie deutsche Staatsbürger. Das erklärte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Christoph de Vries (CDU), gegenüber der Bild unter Berufung auf die sogenannten Tatverdächtigenbelastungszahlen (TVBZ) – eine statistische Kennziffer, die die Zahl der Tatverdächtigen einer bestimmten Bevölkerungsgruppe ins Verhältnis zu deren Gesamtzahl setzt.

Noch höher fällt die Belastungszahl laut de Vries bei schweren Sexualstraftaten aus: Hier stehen afghanische Staatsangehörige an der Spitze – mit einem Wert, der rund 14-mal so hoch liegt wie bei Deutschen.

Insgesamt seien ausländische Tatverdächtige bei Gewaltstraftaten mit mehr als 43 Prozent und bei schweren Sexualdelikten mit 39,6 Prozent „deutlich überrepräsentiert", so de Vries. Besonders auffällig sei die Kriminalitätsbelastung bei Personen aus Syrien, Afghanistan, dem Irak und Marokko – also jenen Zuwanderergruppen, die vor allem im vergangenen Jahrzehnt nach Deutschland gekommen sind.

Staatssekretär: Asylmigration hat Deutschland unsicherer gemacht

De Vries zog daraus ein klares Fazit: „Die Asylmigration aus dem arabischen Raum im vergangenen Jahrzehnt hat unser Land unsicherer gemacht, insbesondere für Frauen", sagte der CDU-Politiker.

Zugleich differenzierte er: Die meisten Zuwanderergruppen, insbesondere aus der EU, Südamerika und weiten Teilen Asiens, lebten „rechtschaffen und friedfertig in unserem Land". Die hohen Belastungszahlen konzentrierten sich demnach auf bestimmte Herkunftsländer.

Die Tatverdächtigenbelastungszahl erfasst ausschließlich den Verdachtsstatus und sagt nichts über rechtskräftige Verurteilungen aus. Kriminologen weisen zudem regelmäßig darauf hin, dass bei der Interpretation solcher Zahlen sozioökonomische Faktoren wie Alter, Geschlecht, Wohnsituation und Aufenthaltsstatus berücksichtigt werden müssen, da diese die Kriminalitätsstatistik erheblich beeinflussen können.

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