Nahverkehr

Neue Züge fahren von Berlin an die Ostsee: Warum viele zusätzliche Sitze kaum helfen

Platz für 84 Fahrräder, Klimaanlage, Ladestationen: Stadler baut Doppelstockzüge für die Linie RE3 nach Stralsund. Rund ein Drittel aller Sitze sind Klappsitze.

6 Min
Richtung Usedom und Rügen: Der neue Doppelstockzug 445 134 vom Typ KISS steht beim Bahnhersteller Stadler Rail in Hennigsdorf.

Richtung Usedom und Rügen: Der neue Doppelstockzug 445 134 vom Typ KISS steht beim Bahnhersteller Stadler Rail in Hennigsdorf.

© Peter Neumann/Berliner Zeitung

Alle Jahre wieder: Stress für die Fahrgäste. Bei Strandwetter sind die Regionalzüge von Berlin zur Ostsee noch voller als sonst. Die Deutsche Bahn (DB) und die Verkehrsverbünde kündigen Verbesserungen an. Dazu gehören neue Züge, die mehr Kapazität haben als die heutigen Fahrzeuge. Doch auf dem Papier wird dieser Zuwachs besser aussehen als in der Wirklichkeit. Denn die meisten zusätzlichen Sitzgelegenheiten sind Klappsitze, von denen sich viele in Fahrradabteilen befinden.

„Die neuen Züge sind ein Raumwunder“, lobte Carsten Moll, Chef von DB Regio Nordost, in Hennigsdorf. Dort stellte Stadler die ersten Wagen vor. Der Bahnhersteller baut zwölf Doppelstocktriebzüge vom Typ KISS. Sie sollen auf der Regionalexpresslinie RE3 zwischen Lutherstadt Wittenberg, Berlin, Greifswald und Stralsund eingesetzt werden.

Die Fünf-Wagen-Garnituren für den Verkehr Richtung Usedom und Rügen sind für  jeweils 1147 Passagiere zugelassen, erklärte Josef Köcher, Chef von Stadler Deutschland. Die Zahl der Sitzplätze steigt im Vergleich zu den heutigen Zügen von 500 auf 575 pro Zug.

Mit einem Abo weiterlesen

Sie haben bereits ein B+ Abo?

*