Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) hat angekündigt, sich bald umzubenennen. Dazu ruft die Partei zur Einreichung von Vorschlägen auf. „Auf dem bevorstehenden Bundesparteitag im Dezember wird es um einen neuen Namen für das BSW gehen“, heißt es in einem Partei-Newsletter vom Montag. „Wir laden euch herzlich ein, die drei Buchstaben B - S - W mit einem neuen Parteinamen zu füllen.“ An der „vertrauten“ Abkürzung BSW soll jedoch festgehalten werden.
Vorschläge für einen neuen Namen können der Partei demnach bis Ende August per Mail geschickt werden. BSW-Gründerin und -Chefin Wagenknecht hatte die Umbenennung bereits mehrfach angekündigt.
BSW sollte schon nach Bundestagswahl unbenannt werden
Im Gespräch mit dem Spiegel sagte Wagenknecht in der Vergangenheit, sie könne sich „Bündnis für Sicherheit und Wohlstand“ als neuen Namen für das BSW vorstellen. Das BSW hatte zuerst angekündigt, das Bündnis nach der Bundestagswahl umzubennen, nun verschiebt sich der Prozess.
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Das BSW hatte sich im vergangenen Jahr als Abspaltung von der Linkspartei gegründet. Bei der Bundestagswahl im Februar verpasste das BSW äußerst knapp den Einzug in den Bundestag: Es erhielt 4,981 Prozent der Stimmen und blieb damit unter der Fünfprozenthürde. Das BSW focht das Wahlergebnis juristisch an,, da viele Auslandsdeutsche durch die vorgezogenen Fristen ihre Briefwahlunterlagen zu spät oder gar nicht erhalten hätten. Das Bundesverfassungsgericht lehnte mehrere Anträge jedoch ab. Der BSW-Politiker Fabio De Masi bemängelte zudem, dass das BSW in einigen Wahllokalen null Stimmen erhielt, das Bündnis Deutschland jedoch mit etlichen Stimmen ausgewiesen wurde.
Ende Juli gründete das BSW seinen Nachwuchsverband - das „Jugendbündnis im BSW“. Zur Vorsitzenden wurde die 21-jährige Anastasia Wirsing, Lehramtsstudentin in Jena, gewählt.
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