Neues Projekt startet in zehn Zeitungen

Schüler schreiben über Wirtschaft

BLZ
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BERLIN, 30. September. Für rund 1 300 Schülerinnen und Schüler in Berlin und dem Osten Deutschlands bietet das neue Schuljahr etwas Besonderes: Sie nehmen an dem Projekt "Jugend Schule Wirtschaft" teil, das am heutigen Donnerstag startet. Es läuft bis zum 30. September nächsten Jahres und findet an 50 Schulen statt. Kooperationspartner sind zehn Tageszeitungen, darunter auch die "Berliner Zeitung", sowie die Alfred-Herrhausen-Stiftung der Deutschen Bank und das IZOP-Institut Aachen. IZOP führt mit der "Berliner Zeitung" bereits "Zeitung in der Schule" und "Zeitung in der Grundschule" durch.In Berlin sind rund 100 Jungen und Mädchen mit dabei. Sie besuchen die Eckener-Oberschule, die Mahatma-Gandhi-Oberschule, das Canisius-Kolleg, das Rückert-Gymnasium oder das Gymnasium Rüdersdorf. Während der Projektzeit lesen sie im Unterricht den Wirtschaftsteil der "Berliner Zeitung", aber auch den anderer Blätter. Konkrete FragestellungSie gehen neben der regelmäßigen Zeitungslektüre konkreten Fragen nach, über die sie auch schreiben sollen: Welche Perspektiven hat der Tourismus in Berlin? Wie entwickelt sich die Infrastruktur? Welche Verbindung besteht zwischen der Wirtschaftsstruktur und der Situation am Ausbildungsmarkt? Greift die Existenzgründungsförderung des Senats? Welche Chancen gibt es für junge Leute? Wie sieht die Arbeit in Zukunft aus?Bei der Beantwortung solcher Fragen sollen sich die Klassen nicht nur auf die Medien verlassen, sondern selber recherchieren, um sich ein eigenes Bild von der Lage zu machen. Die Schülerinnen und Schüler betätigen sich deswegen auch als Nachwuchsreporter. Sie recherchieren beim Senat und bei Behörden, besuchen Unternehmen, führen Interviews und sprechen mit Arbeitern, Angestellten, Verbandsfunktionären und dem Arbeitsamt. Sie schreiben ihre Beobachtungen und Gespräche für die "Berliner Zeitung" auf, die sie auf Sonderseiten druckt. Leserinnen und Lesern ist dieses Verfahren schon durchdie Projekte "Zeitung in der Schule" und "Zeitung in der Grundschule" gut vertraut.Während der Projektzeit schreiben die Teilnehmer über ihr Thema auch sogenannte Facharbeiten. Eine Jury bewertet die Beiträge später. Die besten Arbeiten bekommen eine Prämie und werden den Lesern der "Berliner Zeitung" im Blatt vorgestellt. Mehr Verständnis für WirtschaftMit diesem Projekt soll es gelingen, das Verständnis von Schülerinnen und Schülern für wirtschaftliche Themen zu fördern. Wirtschaft ist heute keine Sache einer Elite mehr, sondern durch Asienkrise, Arbeitslosigkeit, Globalisierung oder die neue Leidenschaft der Deutschen für die Börse ein Thema, das jeden angeht. Vor Start des Projekts wurden Schüler gefragt, ob und warum sie es gut finden, bei "Jugend Schule Wirtschaft" mitzumachen. Florian Fischkal von der Eckener Oberschule in Berlin antwortete: "Ich denke, es ist eine gut und gleichzeitig interessante Möglichkeit, den persönlichen Horizont zu erweitern. Es ist eine neue Erfahrung für mich, einen Artikel in der Zeitung veröffentlichen zu können." Einer seiner Mitschüler machte einen sehr persönlichen Nutzen aus: "Der Unterricht wird dadurch interessanter und realitätsnäher." Ein anderer meinte, dadurch gewinne er mehr Übung "im Schreiben von Texten, die mehr als nur drei Seiten enthalten". Die Teilnahme schule die Schreib- und Lesekenntnisse. Besonderes Gefallen fand bei vielen Schülern die Aussicht auf Interviews und Betriebsbesuche. Ein Schüler sagte: "Man kann nicht genug über Wirtschaft wissen. Im übrigen interessiere ich mich sowieso für das Gebiet."Fragen zu diesen Projekt und einer späteren Teilnahme beantwortet das IZOP-Institut in Aachen unter der Telefonnummer 0 24 08 580 81. (wi.)

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