Neues Tourismuskonzept in Treptow-Köpenick: Köpenick will mehr Gäste anlocken

Regional liegt zwar im Trend, immer mehr Menschen wollen Produkte, die „von hier“ stammen. Im Tourismus wird regional jedoch häufig mit provinziell gleichgesetzt. Oder mit „vermufft“, wie es Berlins oberster Tourismus-Werber Burkhard Kieker am Dienstag ausdrückte. Dies sei in Treptow-Köpenick aber ganz anders, so Kieker: „Der Bezirk marschiert beim Tourismus ganz weit vorne.“ So weit, dass er für seine Marketinggesellschaft visitBerlin einen Kooperationsvertrag mit Treptow-Köpenick ...

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Berlin - Regional liegt zwar im Trend, immer mehr Menschen wollen Produkte, die „von hier“ stammen. Im Tourismus wird regional jedoch häufig mit provinziell gleichgesetzt. Oder mit „vermufft“, wie es Berlins oberster Tourismus-Werber Burkhard Kieker am Dienstag ausdrückte. Dies sei in Treptow-Köpenick aber ganz anders, so Kieker: „Der Bezirk marschiert beim Tourismus ganz weit vorne.“ So weit, dass er für seine Marketinggesellschaft visitBerlin einen Kooperationsvertrag mit Treptow-Köpenick unterzeichnete.

Ziel der Vereinbarung ist es, die Berlin-Besucher auf Entdeckungsreisen zu schicken, die nicht am Brandenburger Tor enden. „Going local Berlin“ wird diese Strategie genannt, bei der Routen in den Kiezen, abseits üblicher Touristenpfade, empfohlen werden (app.visitberlin.de). Ähnliche Ideen hat man in Treptow-Köpenick seit Ende 2012 entwickelt.

Das Ergebnis ist ein eigenes Tourismuskonzept. Der Bezirk im Südosten, der wasser- und waldreichste der Stadt, will künftig mehr mit seinen Highlights wuchern. „Wir wollen bis 2015 die Berlin-Destination Nummer Eins außerhalb der Stadtmitte werden“, sagte Mathis Richter, der Chef des Tourismusvereins.

Treptow-Köpenick will für Touristen attraktiver werden

Der Bezirk nennt sich ab sofort „Acht-Sterne-Region“. Die Sterne, die es dort zu entdecken gilt, sind Wasser, Natur und Freizeit, Kultur, Szene und Events sowie Stadtviertel und Tagungen. Ob mit dem Dampfer über den Müggelsee schippern, auf dem Restaurantschiff feiern, über die Bölschestraße in Friedrichshagen bummeln oder Konzerte in der Kindlbühne Wuhlheide erleben – Hauptsache die Gäste kommen.

Nur 2,3 Prozent der gut elf Millionen Berlinbesucher haben im vorigen Jahr in Treptow-Köpenick übernachtet. „Das ist ausbaufähig“, so Mathis Richter. Mehr als 4 000 Hotelbetten seien im Bezirk vorhanden, die es zu füllen gelte. Dafür will man auch mit dem angrenzenden brandenburgischen Landkreis Dahme-Spreewald zusammenarbeiten. Es geht dabei unter anderem um bessere Radwege, mehr Wasserrastplätze und Toiletten sowie um eine gute Wege-Ausschilderung, damit die offerierten Touristenziele auch gefunden werden.

Auch als Tagungsregion will sich Treptow-Köpenick vermarkten. „Bauen Sie ein Kongresszentrum, wir füllen es Ihnen“, forderte Burkhard Kieker den Bezirk auf. Bürgermeister Oliver Igel widersprach nicht – neben ehemaligen Fabrikhallen in Oberschöneweide, die sich eigneten, sagte er, gebe es diverse Brachen für Neubauten. Ein erstes Ergebnis der Kooperation mit visitBerlin ist Anfang März zu erleben: Auf der Internationalen Tourismusmesse ITB präsentiert sich Treptow-Köpenick mit einem eigenen Stand.

Infos unter: www.tkt-berlin.de

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