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Mobilität

Neues Tramkonzept für Berlin: Warum der Kurfürstendamm wieder Gleise bekommen soll

Heerstraße, Puschkinallee, Unter den Eichen: In ganz Berlin könnten Straßenbahnen überlastete Busse ersetzen. Ein Bündnis stellt das Zielnetz für die Zukunft vor.

7 Min
Eine echte Metropolenstrecke – und eine Erfolgsgeschichte: Die M10, hier am U-Bahnhof Warschauer Straße, führt inzwischen bis zur Turmstraße. Die nächste Verlängerung ist in Sicht. 

Eine echte Metropolenstrecke – und eine Erfolgsgeschichte: Die M10, hier am U-Bahnhof Warschauer Straße, führt inzwischen bis zur Turmstraße. Die nächste Verlängerung ist in Sicht. 

© Emmanuele Contini

Vor 70 Jahren war Schluss. Am 14. Dezember 1954 wurde der letzte Straßenbahnabschnitt auf dem Kurfürstendamm stillgelegt. Wo einst die „Elektrische“ fuhr, parken Autos. Doch das soll nicht so bleiben, fordert das Bündnis Pro Straßenbahn. Auf dem Boulevard sollen wieder Gleise verlegt werden – wie auch auf der Heerstraße in Spandau, Unter den Eichen in Dahlem, der Puschkinallee in Treptow und vielen anderen Straßen, auf denen meist volle Busse unterwegs sind. Statt 199 soll es 485 Kilometer Straßenbahnstrecken in Berlin geben. So sieht es das Zielnetz 2050 für die Tram vor, das die Verbände und Parteien am Montag vorstellten. Aber wie groß sind die Chancen, dass es realisiert wird?

Bitte nach hinten durchtreten! Unter dem geschwungenen Betondach der Straßenbahnhaltestelle vor dem Hauptbahnhof drängen sich die Fahrgäste. Wann immer eine Bahn vorfährt, füllt sie sich sofort. Die Invalidenstraße in Mitte, in der mäßig besetzte Busse in früheren Jahren das einzige Angebot der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) darstellten, ist eine Hauptachse des Berliner Tramverkehrs geworden.

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