Zentralasien

Neues Usbekistan: Der lange Weg zur postkolonialen Identität

Die nichteuropäische Welt wird sich ihr „Eigenes“ nicht mehr vom Westen definieren lassen. Der Weg in eine selbstbestimmte Zukunft am Beispiel Usbekistans.

6 Min
Der Verkehr in Samarkand, Usbekistan

Der Verkehr in Samarkand, Usbekistan

© Yegor Aleyev/imago

Identität ist ein immerwährendes Thema – und steht zugleich unter ideologischem Vorbehalt. Viele Alt-Bundesrepublikaner scheuen noch heute vor kollektiven Identitäten zurück. Dort war man froh, als 1970 der Politikwissenschaftler Dolf Sternberger den Begriff des Verfassungspatriotismus in die Debatte warf. Wie einen Rettungsanker. Bot er doch die Alternative zu so verfemten Bekenntnissen wie zum eigenen Volk, zur Nation oder gar zum Nationalismus.

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