Die Linksfraktion in Neukölln kritisiert die Entscheidung der CDU und SPD in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV), die Broschüre „Mythos#Israel1948“ an Schulen im Bezirk einzusetzen. So ist sie einem Facebook-Beitrag zufolge der Ansicht, dass die Bezirkspolitik Einfluss auf die Verwendung von Schulmaterialien nimmt. In der Broschüre selbst würden zudem nicht Mythen über Israel aufgeklärt, sondern vielmehr erzeugt.
Die Fraktion hatte in der BVV-Sitzung einige der Mythen aufgegriffen und einen Änderungsantrag gestellt. So werde zum Beispiel die Nakba verharmlost und als Kampagne der Araber dargestellt, 1948 seien nicht 750.000 Palästinenser vertrieben und enteignet worden. Auch werde Israel als antirassistisch, antikolonial und antifaschistisch dargestellt, obwohl die Regierung offen rechtsextrem eingestellt sei und das Ziel verfolge, Gaza und das Westjordanland zu besiedeln, so die Linksfraktion.
Sie wird die Broschüre bei einer Podiumsdiskussion am 16. Mai besprechen und kontextualisieren und „die von ihr für den Diskurs ausgehende Gefahr erläutern“, heißt es in dem Facebook-Beitrag. Dabei sein werden Nahost-Experte Hikmat El-Hammouri, der Neuköllner Schüler Yazan Abo Rahmie und Udi Raz, Doktorandin an der Berlin Graduate School Muslim Cultures and Societies.
Die Veranstaltung findet ab 19 Uhr im Café Engels in der Herrfurthstraße 21 statt.
Quelle: Die Linke Neukölln auf Facebook
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