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Israel

Neuköllner Bürgermeister: Nahost-Konflikt wird an Schulen ausgetragen

In Neukölln steht ein Teil der arabischstämmigen Menschen im Nahost-Konflikt offenbar eher auf der Seite palästinensischer Organisationen. An den Schulen kommt es zu Problemen.

Team News dpa/BLZ
2 Min
Martin Hikel (SPD), Bezirksbürgermeister von Neukölln 

Martin Hikel (SPD), Bezirksbürgermeister von Neukölln 

© Gregor Fischer/dpa

Er sei daher in Kontakt mit den Schulen und dem Senat, sagte Hikel. „Weil natürlich kann es nicht sein, dass ein Konflikt, der Tausende von Kilometer von Berlin stattfindet, hier auch dafür sorgt, dass unter Umständen die Kolleginnen und Kollegen in den Schulen nicht vernünftig unterrichten können.“

Bekannt ist durch Berichte von Lehrerinnen und Lehrern schon lange, dass an manchen Schulen der Nahost-Konflikt zwischen Israel und Palästinensern nur mit äußerster Vorsicht behandelt wird, weil ein großer Teil der muslimischen Schülerinnen und Schüler sehr israelfeindlich eingestellt ist.

Samidoun in Neukölln: Mehr pro-palästinensische Demonstrationen

Hikel sagte weiter, in Neukölln gebe es vermehrt pro-palästinensische Demonstrationen, seitdem das Netzwerk Samidoun dort aktiv sei. Im Mittelpunkt stehe fast immer die Hetze gegen Israel und Juden. Das könne man nicht akzeptieren. Der palästinensische Verein Samidoun gehört zu einer extremistischen Palästinenser-Organisation, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird.

Am Montag war es nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen einem Schüler und einem Lehrer an einem Gymnasium in Neukölln gekommen. Ein 14-jähriger Schüler sei am Morgen mit einer Palästina-Flagge als Umhang und einem Palästinensertuch um den Kopf in der Schule in der Sonnenallee erschienen, so die Polizei. Der 61-jährige Lehrer sprach ihn demnach an und wollte ihm das Tragen der politischen Symbole verbieten.

Daraufhin griff laut Polizei ein 15-jähriger Schüler ein, stellte sich vor den Lehrer, versetzte ihm einen Kopfstoß. Der Lehrer wehrte sich den Angaben zufolge und schlug den Schüler, der dann wiederum nach dem Lehrer trat. Beide sollen nachher Schmerzen gehabt haben. Die Polizei wurde alarmiert und ermittelt wegen Körperverletzung. Ein verwackeltes Videos, das im Internet kursierte, zeigt Teile des Vorfalls.

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