Der israelische Krieg im Gazastreifen trifft weltweit auf vehemente Kritik. Die New York Times weist in einem aktuellen Kommentar darauf hin, dass die Politik der israelischen Regierung schlimme Folgen für Juden weltweit haben werde.
„Israelis, Juden in der Diaspora und Freunde Israels überall auf der Welt müssen verstehen, dass die Art und Weise, wie Israel heute den Krieg im Gazastreifen führt, den Grundstein für eine grundlegende Neugestaltung der Wahrnehmung Israels und der Juden in der ganzen Welt legt“, schreibt der außenpolitische Kolumnist der Zeitung und Pulitzerpreisträger, Thomas L. Friedman.
NYT-Kolumnist Friedman: Israel wird zur Quelle des Antisemitismus
„Es wird nicht gut ausgehen“, schreibt Friedman, der selbst Jude ist, weiter und warnt: „Polizeiwagen und private Sicherheitskräfte vor Synagogen und jüdischen Einrichtungen werden zunehmend zur Normalität; Israel wird von Juden nicht mehr als sicherer Hafen vor Antisemitismus gesehen, sondern als dessen neue Quelle.“
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Glücklicherweise äußerten immer mehr pensionierte und im Reservedienst stehende Piloten der israelischen Luftwaffe sowie pensionierte Armee- und Sicherheitsoffiziere Kritik an der Regierung um Premierminister Benjamin Netanjahu. „Sie haben begonnen, Juden in Amerika und anderswo aufzufordern, ihre Stimme zu erheben – SOS: Rettet unser Schiff –, bevor der moralische Makel des israelischen Militäreinsatzes in Gaza unwiderruflich wird“, so Friedman.
Israel werde zum „Pariastaat“
Der NYT-Kolumnist zieht drastische Schlüsse. Netanjahus Versprechen, den Krieg auf unbestimmte Zeit fortzusetzen und dabei zu versuchen, jedes Mitglied der Hamas zu töten, die Palästinenser aus dem Gazastreifen zu vertreiben und mit Israelis neu zu besiedeln, werden das Ansehen des israelischen Staates grundsätzlich verändern. „Juden auf der ganzen Welt, ihre Kinder und Enkel (sollten sich) besser auf eine Realität vorbereiten, die sie nie gekannt haben: Juden in einer Welt zu sein, in der der jüdische Staat ein Pariastaat ist – eine Quelle der Scham, nicht des Stolzes.“
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