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Hertha-Fans zeigen Manager Michael Preetz an

Der Fanstreit nimmt immer groteskere Züge an.

Patrick Berger und Sebastian Schmitt
2 Min
Sieht zurzeit viele Brandherde: Hertha-Manager Michael Preetz

Sieht zurzeit viele Brandherde: Hertha-Manager Michael Preetz

© imago/Jan Huebner

Der Streit zwischen Hertha-Fans und Geschäftsführung wird immer schmutziger. Jetzt haben die eigenen Fans sogar Manager Michael Preetz (51) angezeigt.

In einem öffentlichen Schreiben, das am Mittwochmittag veröffentlicht wurde, erklärt die Fanhilfe Hertha B.S.C.: „Viele Herthaner wurden im Rahmen des Angriffs der Polizei im Westfalenstadion verletzt. Unter anderem erlitt eine Person einen Trümmerbruch im Ellenbogen, einer weiteren wurde der Mittelhandknochen zertrümmert. Die zahlreichen Verletzungen sind von Ärzten dokumentiert. Diese und weitere Personen haben diesbezüglich die Rechtsanwaltskanzlei Lau & Meyer in Berlin mit der Einreichung von Strafanzeigen gegen die Verantwortlichen des Polizeieinsatzes beauftragt. Dies umfasst auch die Durchsetzung der Rechte derjenigen, die vom Verschließen des Ausgangsbereichs der Nordtribüne betroffen waren. Ebenso werden etwaige zivilrechtliche Ansprüche geprüft.”

Brief der Fanhilfe: Genug ist genug!

Und weiter: „Die Fanhilfe Hertha B.S.C. unterstützt die verletzten Personen bei der Durchsetzung ihrer Ansprüche und Grundrechte. Ebenso rufen wir alle weiteren Personen, die durch den Polizeieinsatz verletzt wurden, dazu auf, ebenfalls ihre Verletzungen dokumentieren zu lassen und Anzeige gegen die Verantwortlichen des Polizeieinsatzes zu erstatten. Darüber hinaus sind wir es allen verletzten Herthanern schuldig, uns gegen die herabwürdigenden Anfeindungen und falschen Anschuldigungen der Geschäftsführung von Hertha B.S.C. zu wehren. Die getätigten Äußerungen entbehren jeder Grundlage und können nicht unbeantwortet bleiben. Daher wurde ebenso Anzeige durch die Fanhilfe Hertha B.S.C. gegen Michael Preetz wegen Beleidigung und übler Nachrede erstattet. Genug ist genug!”

Was Preetz damals über die Fans sagte

Der Streit bei den Blau-Weißen nimmt immer groteskere Züge an. Unklar, wieso die Anhänger ihrem Manager Beleidigung und üble Nachrede vorwerfen. Als Reaktion auf die Ausschreitungen in Dortmund sagte Preetz im ZDF: „Wir haben Sorge dafür zu tragen, dass alle Besucher ein tolles Stadionerlebnis haben. Nach den Ereignissen, die schockierend waren, müssen wir nun diejenigen identifizieren, die das Übel sind und diese rigoros ausschließen!” Zuvor sagte Preetz, dass der die Standpunkte mancher Fans, „abenteuerlich” finde. Preetz: „Einen möglicherweise unverhältnismäßigen Einsatz der Polizei mit Gewalt zu rechtfertigen, das muss mir mal einer erklären.“

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