Niederlage gegen THW Kiel

Füchse Berlin scheitern trotz tollem Kampf

Zur Pause hatten die Berliner noch geführt.

Caolin Paul
2 Min
Kampf um jeden Ball - am Ende reichte es aber nicht für die Füchse gegen Kiel.

Kampf um jeden Ball - am Ende reichte es aber nicht für die Füchse gegen Kiel.

© imago images / Jan Huebner

Dass der Kieler Schlussmann den Berlinern beim letzten Spiel enorme Probleme bereitet hatte, schien Lindberg nicht im Geringsten zu stören. Diesmal war es der Torwart, der den Kürzeren zog und wenig später gegen die deutsche Nummer Eins Andreas Wolff ausgewechselt wurde. Doch der bekam ebenso keine Hand an den Ball.

Erfolgsrezept der Füchse war vor allem eine starke Abwehr, aus der stetig Gegenstöße generiert werden konnten. Im Positionsangriff funktionierte es ebenfalls besser. Fabian Wiede tankte sich wiederholt durch die Abwehr und auch von der Kreisposition konnten die Chancen verwertet werden. Es war jedoch Hans Lindberg, der den Unterschied ausmachte. Bis zur Pause hatte der 37-Jährige bereits fünf seiner insgesamt sieben Treffer gemacht und war damit ein ausschlaggebender Faktor für die Zwei-Tore Führung bis zur Halbzeit.

Es schien fast zu schön zu sein für die 10.000 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle. Nach der Pause wurde die Vorstellung dann allerdings realistischer. Fünf Minuten brauchten die Füchse bis sie wieder trafen, währenddessen die Gäste einen 4:0-Lauf hingelegten. Kiel hatte sich besser auf die Abwehr der Berliner eingestellt, fand gehäuft Lücken und wusste diese zu nutzen. Zehn Minuten vor Schluss lagen die Zebras mit drei Toren in Front und machten keine Anstalten einen Gang zurück zuschalten. Den Füchsen hingegen schien die Kraft zu fehlen, was vermehrt in Anspielfehlern und schlechten Abschlüssen resultierte. Lindberg peitschte noch einmal das Publikum an und die Halle bedankte sich mit ohrenbetäubendem Lärm. Durch puren Siegeswillen kämpften sich die Berliner auf ein Tor heran und hatten wenige Sekunden vor Schluss sogar die Chance auszugleichen. Letztlich fehlte das letzte Quäntchen Cleverness, um sich einen Punkt zu sichern.

Lindberg hatte es inzwischen verständlicher Weise das Lächeln aus dem Gesicht getrieben: „Das war ärgerlich. Wir hatten fünf Minuten einen totalen Ausfall und haben eine riesige erste Halbzeit zunichte gemacht. Wir haben alles reingeworfen, doch das hat nicht gereicht. Man hat aber gesehen, wie gut wir gegen eine Top-Mannschaft sein können.“ 

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