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Sterbehilfe

Niederlande: 29-Jährige bekommt Sterbehilfe wegen psychischer Erkrankungen

Zoraya ter Beek beantragte 2020 aufgrund ihrer psychischen Erkrankungen Sterbehilfe. Nun wurde der Antrag genehmigt.

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Die Gesetzeslage zur Sterbehilfe in den Niederlanden ist anders als in Deutschland. 

Die Gesetzeslage zur Sterbehilfe in den Niederlanden ist anders als in Deutschland. 

© Chromeorange/imago

Der Antrag einer 29-jährigen Frau aus den Niederlanden auf Sterbehilfe ist aufgrund psychischen Leids genehmigt worden. Wie der Guardian berichtete, bekam Zoraya ter Beek in der vergangenen Woche die finale Zustimmung zur Sterbehilfe. Der Fall sorgte international für Debatten.

Eigenen Angaben zufolge leidet ter Beek seit ihrer Kindheit an chronischen Depressionen, Angstzuständen, Traumata und einer nicht spezifizierten Persönlichkeitsstörung. Zudem wurde bei ihr Autismus diagnostiziert.

Zoraya ter Beek stellte 2020 Antrag auf Sterbehilfe

Die Niederlande waren 2001 das erste Land, das aktive Sterbehilfe zuließ. Die Fälle von Menschen, die Sterbehilfe aufgrund psychischer Erkrankungen in Anspruch nahmen, stiegen in den vergangenen Jahren. Trotzdem bleiben Fälle wie der von ter Beek eine Ausnahme. Im Jahr 2010 gab es zwei Fälle von Sterbehilfe bei psychiatrischem Leiden, im Jahr 2023 waren es 138: 1,5 % der 9068 Sterbehilfe-Todesfälle.

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Ter Beek nahm eigenen Angaben zufolge mehrere Therapien und medikamentöse Einstellungen in Anspruch. Im Dezember 2020 habe sie schließlich den Antrag auf Sterbehilfe gestellt. Nach einem Treffen mit ihrem Ärzteteam geht Ter Beek davon aus, dass sie in den nächsten Wochen sterben wird. „Ich bin erleichtert. Es war ein so langer Kampf“, so die 29-Jährige gegenüber dem Guardian.

Ein Berliner Sterbehilfe-Fall sorgte in den vergangenen Monaten ebenfalls für Schlagzeilen: Der Arzt Christoph Turowski wurde im April in Berlin des Totschlags schuldig gesprochen, nachdem er einer psychisch kranken Frau beim Suizid geholfen hatte. Die 37-jährige Studentin der Tiermedizin hatte Anfang Juni 2021 Kontakt zu Turowksi aufgenommen, der als Sterbehelfer für die Deutsche Gesellschaft für Humanes Sterben (DGHS) tätig war. Sie schrieb ihm, dass sie seit langem an schweren Depressionen leide und sterben wolle. Nach einem fehlgeschlagenen Suizidversuch starb die 37-Jährige im Juli 2021. Turowski wurde zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt. 

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