Bewaffnete Männer haben im Nordwesten Nigerias offiziellen Angaben zufolge bei einem Angriff auf ein Bauerndorf 33 Menschen getötet und sechs weitere verletzt. Bei den Angreifern handele es sich „ohne Zweifel um Fulani-Hirten“, sagte der örtliche Verwaltungschef Francis Sani der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag. Demnach waren auch Kinder unter den Opfern.
Den Angaben zufolge hatten die Angreifer das Dorj Runji im Gebiet Zangon Kataf des Bundesstaats Kaduna am Samstag gestürmt, auf die Bewohner geschossen und Häuser angezündet, als Menschen fliehen wollten. Die bewaffneten Männer hätten „mehr als 40 Häuser im Dorf angezündet, bevor sich Soldaten und die Bürgerwehr ihnen entgegenstellten“, sagte Sani.
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Nigeria: Mehr als 30 Menschen bei Angriff getötet – Motiv bislang unklar
Die Motive für den Angriff waren zunächst unklar. Nomadische Viehzüchter der Volksgruppe der Fulani streiten sich in der Gegend jedoch schon seit Jahren mit sesshaften Bauern um den Zugang zu Land und Ressourcen. Der Konflikt hat zuletzt eine kriminelle Dimension angenommen: In tödlichen Raubzügen überfallen hauptsächlich aus Hirten bestehende Banden Dörfer, stehlen Vieh, entführen Menschen und brennen Häuser nieder.
In den betroffenen Gemeinden haben sich als Reaktion Bürgerwehren gebildet, die zum Teil in Racheakten Bandenmitglieder töten. Nigerias Regierung bemüht sich seit einiger Zeit um Friedensverhandlungen zwischen beiden Seiten.
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Behörden und Sicherheitsexperten befürchten zudem, dass die Banditen sich mit Dschihadisten verbünden könnten, die sich im Nordosten des Landes seit 14 Jahren gegen den Zentralstaat auflehnen. Dort sind seit 2009 rund 40.000 Menschen getötet worden.
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