Für einen guten Zweck

Nobelpreis-Medaille für 103,5 Millionen Dollar versteigert

Der russische Friedensnobelpreisträger Dmitri Muratow will mit dem Erlös ukrainischen Kindern helfen, die wegen des Krieges flüchten mussten.

Team News Alexander Schmalz AFP/lex
2 Min
Die Goldmedaille (23 Karat) des Journalisten Dmitri Muratow für den Friedensnobelpreis 2021 wird vor der Versteigerung im Times Center gezeigt.

Die Goldmedaille (23 Karat) des Journalisten Dmitri Muratow für den Friedensnobelpreis 2021 wird vor der Versteigerung im Times Center gezeigt.

© dpa/Eduardo Munoz Alvarez

Der russische Journalist und Friedensnobelpreisträger Dmitri Muratow hat seine Nobelpreis-Medaille für 103,5 Millionen Dollar (98,4 Millionen Euro) versteigert. Der bei der Auktion am Montag (Ortszeit) in New York erzielte Erlös soll geflüchteten ukrainischen Kindern zugutekommen.

Den Zuschlag für die Medaille sicherte sich ein bisher anonym gebliebener Bieter per Telefon. Der Erlös der Versteigerung geht nach Angaben des Auktionshauses Heritage Auctions an das Hilfsprogramm für geflüchtete ukrainische Kinder des UN-Kinderhilfswerks UNICEF. Muratow ist der Chefredakteur der unabhängigen russischen Zeitung Nowaja Gaseta.

Muratow bei Zugfahrt in Russland angegriffen

Ende März musste sie ihr Erscheinen einstellen, nachdem sie von den Behörden wegen ihrer Berichterstattung über die russische Invasion in der Ukraine mehrfach verwarnt worden war. Muratow war wegen seiner Verdienste um die Meinungsfreiheit im vergangenen Jahr gemeinsam mit der philippinischen Journalistin Maria Ressa mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden.

Im April wurde Muratow während einer Zugfahrt in Russland mit einer Mischung aus Ölfarbe und Aceton attackiert, was bei ihm nach eigenen Angaben „fürchterliches“ Augenbrennen verursachte. Seit 2000 wurden insgesamt sechs Journalisten der Nowaja Gaseta im Zusammenhang mit ihrer Arbeit getötet - darunter im Jahr 2006 die Investigativreporterin Anna Politkowskaja.

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