Wiederentdeckung

„Noch in keiner Weise beruhigt“: Nach NS-Jahren sucht eine entsetzte Frau Antworten

Die Schriftstellerin Susanne Kerckhoff porträtierte 1949 ganz normale Deutsche und ihr Leben mit und als Nazis. Eine Ausstellung holt sie in die Gegenwart

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In der Ausstellung über das Werk der Berliner Schriftstellerin und Journalistin Susanne Kerckhoff aus der Nachkriegszeit

In der Ausstellung über das Werk der Berliner Schriftstellerin und Journalistin Susanne Kerckhoff aus der Nachkriegszeit

© Markus Wächter/Berliner Zeitung

Inmitten der materiellen und geistigen Trümmer der Nachkriegszeit, nach einem einzig und allein von Deutschland ausgelösten Weltkrieg mit mehr als 60 Millionen Toten, stand eine junge Frau mit dem unbedingten Willen, mit dem Nationalsozialismus abzurechnen. Susanne Kerckhoff, 1918 in Berlin geboren, warf sich als Schriftstellerin und Journalistin in eine über zwölf NS-Jahre entstandene, deutsch besiedelte Schlangengrube. Gerade eben hatten Deutsche sich noch fanatisch gegen die Befreier gestemmt; nun wollte es keiner mehr gewesen sein. Die Millionen Nationalsozialisten waren „wie weg“.

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