Draußen, um den Boxhagener Platz, erwacht gerade die ins Koma versetzte Partymeile im Kneipen- und Clubviertel Friedrichshain. In zwei Tagen werden hier Biskys Bilder abgeholt, für die Leipziger G2-Kunsthalle, sein erstes „Heimspiel“. Wohl die meisten identifizieren Bisky mit Berlin. Hier hat er in den Neunzigern an der Universität der Künste bei Baselitz studiert. In Berlin wurde er berühmt für seine Böse-Buben-Bilder, Pioniere am Lagerfeuer, NVA-Soldaten und schwulen Jungs. Sie spiegeln sein frühes Coming-out und die DDR-Geschichte. Bisky ist gebürtiger Leipziger. Sein Vater war der Film-Mann und Linke-Politiker Lothar Bisky. Die Familie zog 1980 nach Berlin, da war Norbert zehn.
Kunst
Doomscrolling und Sex: Norbert Bisky durchleuchtet die Abgründe des Internets
Der Maler Norbert Bisky malte im Lockdown Bilder über das Internet. „Disinfotainment“ nennt er die erste Solo-Schau in seiner Geburtsstadt Leipzig.
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Der Künstler und Maler Norbert Bisky
© Agatha Powa