Energieversorgung

Nord Stream 2: Kaufangebot aus den USA soll „Dominanz des Westens gegenüber Russland unterstreichen“

Der amerikanische Investor Stephen Lynch will die Ostseepipeline Nord Stream 2 kaufen. Für Trump könnte es eine willkommene „Einnahmequelle“ sein, sagt ein Energieexperte.

Simon Zeise
4 Min
Rohre für den Bau von Nord Stream 2. Die Pipeline ging nie in Betrieb.

Rohre für den Bau von Nord Stream 2. Die Pipeline ging nie in Betrieb.

© BildFunkMV/imago

Gas aus Russland war über Jahrzehnte ein entscheidender Wettbewerbsvorteil für die deutsche Wirtschaft. Doch mit dem Krieg in der Ukraine, der Sanktionspolitik des Westens und schließlich der Sprengung der Nord-Stream-Pipelines hatte es damit ein Ende. Deutschland kauft heute zur Kompensation teureres Flüssigerdgas (LNG), vornehmlich aus den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Nun kommt aus den USA ein Vorschlag zum weiteren Umgang mit der deutsch-russischen Pipeline Nord Stream 2 – gerade aus dem Land, dessen Regierung intensiv daran gearbeitet hatte, das Projekt zu beerdigen. Der Investor Stephen Lynch, der auch großzügig den Wahlkampf von Donald Trump finanzierte, will die Pipeline kaufen. Bis Ende Januar soll für das insolvente Infrastrukturprojekt in der Schweiz ein neuer Käufer gefunden werden – Lynch geht von einem Kaufpreis von rund elf Milliarden US-Dollar aus.

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