Die prekäre Lage der Wirtschaft hält das Regime allerdings nicht davon ab, weiter Raketen zu bauen – und sie auch zu testen. Allein im Januar hat Nordkorea mehrere Hyperschallraketen in den Himmel geschossen. Ein politisches Zeichen nach außen und innen. Kim Jong-un lässt das Säbelrasseln nicht sein. Seit nunmehr über zehn Jahren regiert der Diktator das Land. Nach dem Tod seines Vaters Kim Jong-il im Dezember 2011 rückte der damals gerade mal 27-Jährige an die Spitze des Staates auf – zur Verblüffung der meisten internationalen Beobachter. Mit der Machtübernahme Kim Jong-uns, der immerhin eine Schule in der Schweiz besucht hat, war die Hoffnung einer vorsichtigen Öffnung Nordkoreas verbunden. Und tatsächlich: Das Regime stieß einige behutsame marktwirtschaftliche Reformen an.
Nach Abschottung
Bevölkerung hungert: Nordkorea öffnet die Grenzen für Außenhandel mit China
Nach eineinhalb Jahren völliger Abschottung lässt Kim Jong-un wieder Handel zu. Die Bevölkerung ist geschwächt, denn es mangelt an Lebensmitteln und Wasser.
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Pjöngjang: Kim Jong-un geht in sein zweites Jahrzehnt als Diktator. Äußere Einflüsse schaltete er während seiner bisherigen Amtszeit zunehmend aus.
© AFP/Ed Jones