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Berlin: Palästina-Flagge führt zu Schlägerei und Suspendierung an Gymnasium

Ein Instagram-Video soll eine Auseinandersetzung an einem Berliner Gymnasium zeigen. Auslöser war demnach eine palästinensische Flagge.

Team News Anika Schlünz Kevin Gensheimer
2 Min
Das Ernst-Abbe-Gymnasium in Berlin-Neukölln

Das Ernst-Abbe-Gymnasium in Berlin-Neukölln

© Benjamin Pritzkuleit

Ein Instagram-Video soll eine Schlägerei zwischen einem Schüler und einem Lehrer des Ernst-Abbe-Gymnasiums in Berlin-Neukölln zeigen. Auslöser soll das Verhalten eines 14-jährigen Jugendlichen gewesen sein, der am Montagmorgen mit einer Palästina-Flagge als Umhang und einem Palästinensertuch um den Kopf in der Schule an der Sonnenallee erschien. Die Berliner Polizei bestätigte später den Vorfall und nannte Details. 

Demnach sprach ein 61-jähriger Lehrer den 14-Jährigen auf die Palästina-Flagge und das Tuch an. Den Angaben zufolge wollte der Pädagoge dem Jungen das Tragen der politischen Symbole verbieten. Daraufhin griff laut Polizei ein 15-jähriger Schüler ein, stellte sich vor den Lehrer, versetzte ihm einen Kopfstoß und trat ihn. Der Lehrer wehrte sich den Angaben zufolge und schlug daraufhin den Schüler. Beide sollen im Nachhinein über Schmerzen geklagt haben. 

In dem vermutlich mit einer Handykamera aufgezeichneten Video, das auf dem Instagram-Profil „diefreiheitsliebe“ veröffentlicht wurde, ist eine aufgeregte Schülermenge zu sehen, die sich um eine Tischtennisplatte versammelt hat. In dem Video kommt es plötzlich zu einer Handgreiflichkeit zwischen einem Schüler und einem mutmaßlichen Lehrer. Im Verlauf des Streits versetzt der Schüler dem mutmaßlichen Lehrer einen Fußtritt.

Die Polizei wurde alarmiert und ermittelt wegen Körperverletzung. Der Sender RBB berichtete, die Schulleitung sei am Nachmittag zu einer Krisensitzung zusammengekommen. Laut dem linken Abgeordneten Ferat Koçak wurde der betroffene Schüler suspendiert.

Nach Angriffen der islamistischen Hamas am Sonnabendmorgen sind die Folgen auch in Berlin spürbar. Polizisten sichern israelische und jüdische Einrichtungen ab, es kommt zu Solidaritätskundgebungen und Anfeindungen auf der Straße. In Israel sind laut offiziellen Angaben bereits mehr als 1100 Menschen ums Leben gekommen.

Israel erklärte am Sonntag, dass sich das Land im Kriegszustand befindet und Hunderttausende von Reservisten mobilisiert. Währenddessen wachsen Sorgen in Berlin, dass der Konflikt in Israel auch in der Hauptstadt zu Gewaltvorfällen führen wird. So kam es am Sonnabend in Neukölln bereits zu einer Auseinandersetzung zwischen der Berliner Polizei und pro-palästinensischen Demonstranten, bei der es mehrere Festnahmen gab.

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