Obdachlose

Berlin verstärkt Polizeikontrollen im Tiergarten

Der Senat stimmt dem Vorschlag von Innensenator Andreas Geisel zu.

BLZ
2 Min
Ohne Bleibe: In Berlin leben etwa 6000 Menschen auf der Straße, insgesamt haben etwa 20.000 Menschen keine eigene Wohnung.

Ohne Bleibe: In Berlin leben etwa 6000 Menschen auf der Straße, insgesamt haben etwa 20.000 Menschen keine eigene Wohnung.

© imago/Rolf Kremming

Der Berliner Senat hat wegen zunehmender Probleme im Tiergarten mit aggressiven Obdachlosen, Drogenhändlern und Kleinkriminellen mehr Polizeikontrollen angekündigt. Sie sollen bereits am Mittwoch starten. Noch in dieser Woche werde zudem eine Task Force zu einer ersten Sitzung zusammenkommen, sagte Regierungssprecherin Claudia Sünder am Dienstag. Einem entsprechenden Vorschlag von Innensenator Andreas Geisel (SPD) habe der Senat zugestimmt.

Die Task Force setze sich aus Mitarbeitern der Innen- und Justizverwaltung, des Ordnungsamts sowie des Sozial- und Gesundheitsamtes zusammen. „Außerdem sollen ab morgen bereits verstärkte Polizeikontrollen vorgenommen werden, die auch schon dafür sorgen werden, dass sich im Tiergarten die Dinge zumindest schon kurzfristig spürbar verändern werden“, sagte die Sprecherin.

Ordnungsamt bisher überfordert

Der Bezirksbürgermeister von Mitte, Stephan von Dassel (Grüne), hatte in einem Bericht der „Berliner Morgenpost“ geklagt, die Lage in dem großen Park gerate außer Kontrolle. Das Ordnungsamt sei wegen der aggressiven Obdachlosen vorwiegend aus Osteuropa überfordert. Polizeieinsätze hätten bisher nichts gebracht. Dassel forderte, man müsse einen Teil der Leute abschieben. (dpa)

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