Neues Quartier

Endlich wurde eine Lösung für das Obdachlosen-Camp in Mitte gefunden

Nach Jahren und vielen Konflikten mit Nachbarn: Die etwa 70 Obdachlosen ziehen in Räume der ehemaligen Kältehilfe um. Bezirk, Vereine und soziale Träger kooperieren.

ost.
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Das Obdachlosen-Camp im Zentrum Berlins  gegenüber dem Hauptbahnhof

Das Obdachlosen-Camp im Zentrum Berlins  gegenüber dem Hauptbahnhof

© Gerd Engelsmann

Mehr als acht Jahre haben Obdachlose zwischen einer Baustelle und einigen Kleingärten am Hauptbahnhof campiert, was zu Konflikten mit den Nachbarn führte. Nun hat der Bezirk Mitte offenbar eine Lösung gefunden. „Der Umzug der rund 70 Bewohnenden des ehemaligen Camps am Geschichtspark in der Nähe des Hauptbahnhofs konnte heute erfolgreich abgeschlossen werden“, teilte die Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger (Bündnis 90/Grüne) am Dienstag mit.

Die Gruppe, die aus großen Familienverbünden zum Teil mit Kindern besteht, werde Räume in der ehemaligen Unterkunft der Kältehilfe in der Gotenburger Straße beziehen. Diese Lösung sei in Zusammenarbeit mit den Ämtern des Bezirks sowie dem Verein Mingru Jipen, dem Awo-Kreisverband Berlin-Mitte und der Berliner Stadtmission gefunden worden, heißt es in der Mitteilung weiter.

Fläche wird zum Grünzug umgestaltet

Mit der Umwandlung der ehemaligen Unterkunft der Kältehilfe in eine dauerhafte Unterkunft zur Unterbringung von unfreiwillig obdachlosen EU-Bürgerinnen und Bürgern weite das Bezirksamt das Angebot im Sinne des Hilfsansatzes „Housing First“ ganzjährig aus, teilte die Bezirksbürgermeisterin weiter mit. Im nächsten Schritt werde die Integration in das Beschäftigungssystem und in das Bildungssystem angestrebt und unterstützt.

Das ehemalige Camp am Geschichtspark befand sich teilweise auf bezirklichem Gelände sowie auf Flächen im Eigentum der Deutschen Bahn. Diese werden nunmehr im Zuge der Realisierung des Döberitzer Grünzugs umgestaltet. Hierfür hat die landeseigene Grün Berlin GmbH einen Bauzaun um die zu gestaltende Fläche aufgestellt. Die Baumaßnahmen sollen der Mitteilung zufolge voraussichtlich ein Jahr dauern. 

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