Ökologie

In der AdK Berlin sehen wir: Die Welt ist noch zu reparieren!

Werke aus Architektur und Kunst zeigen in der Akademie der Künste für die krisengeschüttelte Welt und ihre ökologischen Nöte noch Chancen auf.

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Lastenfahrrad aus Autoschrott des Teams  Köbberling/Kaltwasser

Lastenfahrrad aus Autoschrott des Teams Köbberling/Kaltwasser

© Carla Benkö/dpa

„The Great Repair“ ist ein großer, vielversprechender Titel für eine Ausstellung, die die ökologische Krise und Nachhaltigkeit zum Thema hat. Am Standort Hanseatenweg der Berliner Akademie der Künste versammelt das Projekt der Architekturzeitschrift „Arch“ in Kooperation mit der AdK, dem Architektur-Departement der ETH Zürich und der Faculté des Sciences Humaines an der Universität Luxemburg mehr als 40 Arbeiten aus Kunst und Architektur, die zeigen, wie Reparatur, Wiederverwertung und Umbau gestaltet werden können.

Ressourcenverschwendung und Umweltzerstörung hören , wider besseren Wissens, nicht auf. Einer der Gründe dafür sind wachstumsorientierte Fortschrittserzählungen, die den nahezu unauflösbaren Konflikt zwischen Wachstum und Klimaschutz zugunsten einer marktwirtschaftlich orientierten Politik beeinflussen. Langlebigkeit, Solidarität, Wiederaneignung, Pluralität und Sorgearbeit werden  von dieser Ausstellung als Politiken einer Reparaturgesellschaft erkundet.

Der Umgang mit dem Bestand von Bauwerken  etwa ist schon lange ein zentrales Thema unter Architekten und Architekturwissenschaftlern. Und so geht es den Ausstellungsmachern insbesondere um die ressourcensparende Reparatur. Sie ist die Grundlage für die Zukunft. Als Beispiele dienen mehrere Komplexe. So wird das Gebäude der Akademie selbst zum Objekt, an dem Sanierung und Aufarbeitung verdeutlicht werden.

Das rund 12.000 Materialproben umfassende Archiv des Büros Brenne Architekten, das die Akademie unlängst in ihre Sammlung und Betreuung nahm, zeigt auf, dass eine Voraussetzung für Instandsetzung die detaillierte Erforschung des ursprünglichen Bestandes ist. Auf dieser Basis lässt sich Neues gestalten. Beispielsweise untersuchte das Team Folke Köbberling und Martin Kaltwasser für seine Installation „Cars into Bicycles“ den Raumbedarf im Straßenverkehr. Sie formten ihre beeindruckende Fahrradkonstruktion aus Autoschrott.

„The Great Repair“, Akademie der Künste Berlin, Hanseatenweg 10, tgl. 10–20 Uhr vom 14. September bis 14. Januar 2024

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