Der Sozialexperte und Ökonom Bernd Raffelhüschen von der Uni Freiburg hat einen neuen Ansatz in der deutschen Migrations- und Flüchtlingspolitik gefordert. Im Gespräch mit der Bild-Zeitung sagte er „Bei uns läuft bei Einwanderung und Einbürgerungspolitik vieles schief. Die Regierung sollte dringend umsteuern“.
Migration müsse sich für die Gesellschaft und den Staat rechnen. Seine Studien zeigten: „Unser Land profitiert von Migration nur, wenn junge, tatsächlich qualifizierte Menschen kommen. Wir brauchen mehr Frauen und weniger Männer.“ Es brauche ein Gleichgewicht.
Ökonom: Auch Alter von Migranten beachten
Zudem sei es auch wichtig, das Alter der Migranten zu beachten, so Raffelhüschen gegenüber der Zeitung. „Wer mit 30 Jahren noch ungelernt ist und erst spät anfängt, Steuern und Abgaben zu zahlen, kann unterm Strich kaum noch zu unserer Volkswirtschaft beitragen“. Ab einem Alter von 30 Jahren lohne sich nur noch die Einwanderung von hochqualifizierten Menschen, so der Ökonom.
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Auch kulturelle Faktoren seien wichtig, so Raffelhüschen. „Die Migranten müssen nach unserer christlich-liberalen Leitkultur leben wollen“. Deutschland müsse Integrationsfähigkeit und -willen der Einwanderer wieder in den Vordergrund stellen.
Raffelhüschen ist ein Wirtschaftswissenschaftler und Hochschullehrer. Seit 1995 ist er Professor für Finanzwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Zudem tritt er als Lobbyist für die Lobbyorganisation Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) auf. Immer wieder fährt das INSM Kampagnen gegen bekannte Politiker - so beispielsweise gegen Olaf Scholz (SPD) oder Annalena Baerbock (Grüne).
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