Drohnenangriffe

Öl-Exporte: Russland meldet erneute Angriffe auf Ostseehafen Ust-Luga – Feuer ausgebrochen

Erneute Drohnenangriffe haben nach russischen Angaben einen Brand am Hafen Ust-Luga verursacht. Die Anlage wurde bereits bei vorherigen Angriffen beschädigt.

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Tanks von Transneft, einem staatlichen russischen Unternehmen, das die Erdöl-Pipelines des Landes betreibt, im Ölterminal von Ust-Luga.

Tanks von Transneft, einem staatlichen russischen Unternehmen, das die Erdöl-Pipelines des Landes betreibt, im Ölterminal von Ust-Luga.

© Igor Russak/dpa

Der russische Ölexporthafen Ust-Luga an der Ostseeküste ist am Sonntag erneut durch Drohnenangriffe beschädigt worden. In der Hafenanlage brach ein Feuer aus, den Rettungskräfte vor Ort bekämpften, erklärte der Gouverneur der Leningrader Region, Alexander Drosdenko, laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax.

Nach Angaben von Drosdenko habe die Luftabwehr bisher mehr als 30 Drohnen über der Region abgeschossen. Der Hafen Ust-Luga, der vom staatlichen Konzern Transneft betrieben wird, zählt zu den größten Erdöl-Exportterminals Russlands. Laut Reuters werden dort täglich rund 700.000 Barrel Öl für den Export umgeschlagen.

Hafen Ust-Luga stellte nach Schäden Verladungen ein

Die Verladungen in dem Hafen sind einem Bloomberg-Bericht zufolge seit Mittwoch eingestellt, nachdem der Hafen bei vorherigen ukrainischen Drohnenangriffen beschädigt worden war. Auch der ebenfalls in der Leningrader Region gelegene Exporthafen Primorsk wurde bei Attacken in der vergangenen Woche getroffen.

Die Angriffe treffen die Hafenanlagen laut Bloomberg zu einem Zeitpunkt, als gestiegene Ölpreise infolge des Iran-Krieges Russland die Möglichkeit bieten, einen Teil der wachsenden Haushaltslücke zu decken.

Selenskyj: Kapazität russischer Ölraffinerie reduziert

Zusammen wickelten beide Häfen laut Schifffahrtsdaten, die Bloomberg vorliegen, vor den jüngsten Angriffen etwa 45 Prozent der russischen Rohölexporte auf dem Seeweg ab – rund 1,72 Millionen Barrel pro Tag. Die Ukraine greift seit Längerem systematisch russische Öl-Exportanlagen und Raffinerien an, um die russischen Einnahmen aus dem Export fossiler Energien zu verringern.

Auch eine russische Ölraffinerie in Kirischi stellte ihren Betrieb nach Drohnenangriffen am Donnerstag zunächst ein, wie Reuters unter Berufung auf Branchenquellen berichtete. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte laut der Nachrichtenagentur Interfax Ukraine am Samstag, dass die noch bestehende Kapazität der Raffinerie bei etwa 40 Prozent liege.

Auch die Ukraine meldete erneute Drohnenangriffe aus Russland. In der Nacht zu Sonntag feuerte Russland nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe eine Kinzhal-Rakete und 442 Drohnen ab, wie der Kyiv Independent berichtete. Am Vortag habe es mindestens drei Tote und 20 Verletzte durch russische Angriffe gegeben.

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