Medienkolume

Neuaufstellung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks: Muss ein rechter Restle her?

Bürgerlich-Konservative wollen ARD und ZDF von Kopf bis Fuß reformieren. Braucht es vor allem einen Austausch der Gesinnung im ÖRR? Blick ins „Schwarzbuch Staatsfunk“.

Ole Skambraks
Ole Skambraks
7 Min
Georg Restle war bis 2026 Leiter und Moderator des Politmagazins Monitor.

Georg Restle war bis 2026 Leiter und Moderator des Politmagazins Monitor.

© IMAGO/Manfred Behrens

Ein Text liegt auf dem Tisch der Redaktionsleitung von Radio Eins, er stammt von Harald Martenstein. Es geht um ein mögliches AfD-Verbot, ohne Partei für jemanden zu ergreifen. Die Kolumne dazu war bereits in der Zeit veröffentlicht worden. Doch für Radio Eins vom RBB ist sie „unsendbar.“ Martenstein fragt nach dem Warum: „Ein Text, der in einer liberalen, jedweden Radikalismus unverdächtigen und noch dazu angesehenen Wochenzeitung veröffentlicht wurde und in dem jedes Komma faktengecheckt war, konnte unsendbar sein?“ Warum darf der Kolumnist nicht darüber sprechen, dass die Debatte um ein Verbot der größten Oppositionspartei Ähnlichkeiten zu autoritären Staaten hat? Weil es dem politisch korrekten Korridor widerspricht? Weil er den „Kampf gegen Rechts“ stört?

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