Für die insolvente Kaufhauskette Galeria Karstadt Kaufhof liegen offenbar noch vier ernsthafte Kaufangebote vor. Wie die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, waren es ursprünglich sechs Angebote, von denen noch vier aktiv sind. Die Identität der Bieter bleibt demnach jedoch unbekannt.
Keiner der vier Kaufinteressenten plant laut dem Bericht, alle verbleibenden 92 Filialen zu übernehmen. Es wird demnach sogar erwogen, im Falle einer erfolgreichen Übernahme bis zu einem Drittel der Standorte zu schließen. Eine mögliche Zerschlagung der Kette wird ebenfalls nicht ausgeschlossen.
Galeria Karstadt Kaufhof: Zieht die Firmenzentrale um?
Darüber hinaus konkretisieren sich die Pläne für einen Umzug der Essener Firmenzentrale. Bereits vor einem Monat wurde in der Wirtschaftswoche darüber berichtet, dass dies zur Debatte stehe, da viele Büros der Hauptverwaltung leer stünden.
Galeria war infolge der Finanzprobleme des Eigentümers, des österreichischen Signa-Konzerns, erneut in Schieflage geraten. Das Unternehmen durchlief bereits 2020 während der Corona-Pandemie ein Insolvenzverfahren und erhielt staatliche Unterstützung. Weitere staatliche Hilfen waren 2022 erforderlich, gefolgt von einem zweiten Insolvenzverfahren im Jahr 2023.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de