Die Frau hatte laut Anklage zwischen Mai und September 2023 bereits bezahlte Rechnungen den Geschäftsführern erneut zur Zahlungsfreigabe vorgelegt. Die Betrugsserie durch Doppelbuchungen begann den Ermittlungen zufolge nur eine Woche nach ihrem ersten Arbeitstag in der Immobilienfirma in Berlin-Charlottenburg. Bei dem Schwindel habe sie behauptet, die erste Überweisung habe wegen technischer Defekte nicht ausgeführt werden können. Die schließlich auf ihre eigenen Konten transferierten Beträge lagen Ermittlungen zufolge zwischen knapp 900 Euro und rund 9400 Euro.
Die Mutter zweier erwachsener Töchter wurde vor drei Monaten festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. „Es tut mir sehr leid“, erklärte die 49-Jährige vor Gericht. Sie könne sich „nicht wirklich erinnern, wie es zu den Taten kam“. Sie wolle in einer Therapie aufarbeiten, „warum ich immer auf das Schema Betrug zurückgreife, ich kompensiere viel über Geld, es musste immer das Teuerste sein“. Zudem habe sie „nie nein sagen können, wenn es um die Kinder ging“.
Die Frau, die nach früheren Verurteilungen unter anderem in Baden-Württemberg bereits Freiheitsstrafen verbüßen musste, hatte im Frühjahr 2023 als Office-Managerin bei der Immobilienfirma begonnen. Weil vier Monate später entdeckt wurde, dass sie bereits am ersten Arbeitstag gegenüber dem Lohnbüro der Firma für sich ein um 1000 Euro höheres Bruttogehalt angegeben hatte als vertraglich vereinbart, erhielt sie im September die Kündigung. Anfang Oktober fielen in der Buchhaltung schließlich 25 beleglose Überweisungen auf.
Die Staatsanwältin hatte auf eine Haftstrafe von viereinhalb Jahren plädiert. Die Verteidigung stellte keinen konkreten Strafantrag. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
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