Für die verstorbene Holocaust-Zeitzeugin Margot Friedländer findet am 9. Juli die offizielle Gedenkfeier statt. Langjährige Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter, Freundinnen und Freunde der Berliner Ehrenbürgerin sind in die Berliner Philharmonie eingeladen, teilte die Margot Friedländer Stiftung mit. Auch Preisträgerinnen und Preisträger des Margot Friedländer Preis werden anwesend sein. Die Gedenkrede wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier halten.
Die Stiftung will nach eigenen Angaben darüber hinaus möglichst vielen jungen Menschen die Teilnahme ermöglichen. Der Dialog mit der jungen Generation sei Margot Friedländer stets ein zentrales Anliegen gewesen, hieß es. Friedländer hatte die Jahre nach ihrer Rückkehr nach Berlin vorrangig damit verbracht, mit jungen Menschen über den Holocaust zu sprechen.
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Die 103-jährige Holocaust-Überlebende war am 9. Mai gestorben und am 15. Mai auf dem Jüdischen Friedhof Weißensee beigesetzt worden. An der Beisetzung hatten neben engen Wegbegleitern auch die gesamte Spitze von Bund und Land teilgenommen.
Die Berlinerin war während der NS-Zeit in das Konzentrationslager Theresienstadt verschleppt worden. Ihre Eltern und ihr Bruder wurden ermordet. Friedländer emigrierte später in die USA und kam mit 88 Jahren zurück nach Berlin. Bis zuletzt engagierte sie sich als Zeitzeugin, um die Erinnerung an die NS-Verbrechen wachzuhalten.
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