Autotechnik

Oldtimer-Schätze: Bordellchef will sie nach Berlin holen

In einer Garage in Frankreich wurden über 20 extrem seltene Oldtimer entdeckt. Fahren sie demnächst durch Berlin?

Team News Philippe Debionne P. Debionne
2 Min
Bordellbetreiber Aurel Marx in einer Berliner Autowerkstatt.

Bordellbetreiber Aurel Marx in einer Berliner Autowerkstatt.

© Privat

Am kommenden Wochenende werden mehr als 20 Oldtimer versteigert. Sie wurde kürzlich in einer verlassenen Garage in Frankreich entdeckt. Der Fund sorgte bei Autofans und in der internationalen Fachwelt für Aufsehen. Am Wochenende sollen die zum Teil extrem seltenen Fahrzeuge nun versteigert werden. Der Berliner Bordellbetreiber Aurel Johannes Marx will mitsteigern: Er hofft, einige der Raritäten zu ergattern und nach Berlin bringen zu können.

Neben seiner Leidenschaft für das Rotlicht waren Autos „schon immer ein wichtiger Teil meines Lebens“, sagt Marx. Bevor er seine Karriere mit käuflichem Sex in Berlin startete, restaurierte er in Hamburg alte Autos - zumeist Liebhabermodelle, wie sie jetzt in Frankreich gefunden wurden. „Die Leute denken immer, dass man als Bordellchef Lamborghini oder irgendwelche aufgemotzten Vorzeige-Karren fahren will“, so der Besitzer des Bordells Sexy Candyshop und Betreiber einer Escort-Agentur weiter. Das, so Marx, sei aber „ein Vorurteil“. Für ihn sei etwa „ein mit den eigenen Händen restaurierter Mercedes 300 SL das viel geilere Auto als irgendeine moderne Proll-Karre“.

Als er mitbekam, dass in Frankreich unter anderem ein Talbot Lago T26 GSL aus dem Jahr 1954, ein sehr seltener Delahaye 135 M Cabriolet von 1948 und weitere Raritäten entdeckt wurden, sei ihm „sofort klar gewesen: Geil, so viele Perlen auf einem Fleck gibt es nur selten. Da muss ich hin!“ Und weiter: „Wir werden sehen, ob und was ich aus Frankreich mit nach Berlin bringe. Aber den Gedanken, mit einem dieser unglaublich schönen Autos den Kudamm entlang zu fahren, finde ich dann doch recht reizvoll.“

Nach Angaben französischer Medien wurden die Autos zwischen 1965 und 1873 gesammelt. Sammler war laut einem Bericht des Magazins Le Figaro der Ingenieur Pierre Heron. Der französische Ingenieur war Anfang des Jahres im Alter von 87 Jahren gestorben.

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de

Lesen Sie mehr zum Thema