Fast auf den Tag genau vor 13 Jahren wurde die damals 23 Jahre alte Hatun Sürücü ermordet. Einer ihrer Brüder hatte sie mit drei Schüssen hingerichtet. Sie hatte sich gegen die Unterdrückung und den Zwang ihrer Familie gewehrt. Das kostete sie das Leben. Jetzt soll in Neukölln eine Brücke, die von der Sonnenallee über die A100 führt, nach der Türkin benannt werden.
Die meisten Bezirksverordneten haben dem Vorschlag zugestimmt. Die Idee, eine Brücke nach der Frau zu benennen ist nicht neu. Vor fünf Jahren sollte bereits eine Fußgängerüberführung nach Hatun Sürücü benannt werden. Daraus wurde nichts. Die Brücke wurde nicht gebaut. (BLZ)
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de