Wer sich einmal einen Actionfilm wie beispielsweise „Indiana Jones“ angesehen hat, dem mag aufgefallen sein, dass die Musik dazu auf der Tonebene zumeist das abbildet, was das Bild zeigt. Wird’s spannend, wird die Musik es auch. Mit anderen Worten: Die Filmmusik, auch Score genannt, soll das Geschehen auf der Leinwand verstärken. Wenn die Filmmusik besonders gelungen ist, vermag sie dem Gezeigten allerdings eine zweite Ebene hinzufügen, etwas Bedrohlich-Unterschwelliges mitunter, etwas Unerwartetes.
Das funktioniert ganz wunderbar, wenn die Musik zum Film „live“ ist, wie im Babylon. Das Kino hat nun eine hauseigene Organistin, Anna Vavilkina, die die einzige am originalen Standort erhaltene und nun restaurierte Stummfilmorgel spielen wird und zwar erstmals bei der am 8. März beginnenden Reihe „Stummfilm um Mitternacht – Um 0 Uhr für 0 Euro“. Gezeigt werden unter anderem Klassiker wie „Berlin, die Sinfonie der Großstatdt“ (15.03.), „Nosferatu“ (29.03.) oder „Laurel Und Hardy amüsieren sich“ ( 3. 5.). (mpw.)
Stummfilm um Mitternacht, immer Sonnabends ab 8. 3. Babylon, Rosa-Luxemburg-Platz. Das ganze Programm unter babylonberlin.de/stummfilme.htm
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