Im Flüchtlingscamp auf dem Kreuzberger Oranienplatz wird um Finanzen gestritten. Der bislang als Unterstützerorganisation bekannten Antirassistischen Initiative e. V. (ARI) wird von Flüchtlingen die Veruntreuung von Spendengeldern vorgeworfen.
Insgesamt seien mehr als 22 000 Euro auf ein Konto bei der Bank für Sozialwirtschaft eingezahlt worden, teilte die Flüchtlingsgruppe Lampedusa Refugees/Asylum Seekers vom Oranienplatz in einer Erklärung mit. Dieses Geld sei aber nicht für Unterhalt der Flüchtlinge und Erhalt des Camps am Oranienplatz ausgegeben worden. „Weder Rechnungen für Wasser und Strom noch Lebensmittel oder andere im Flüchtlingscamp benötigte Dinge sind davon bezahlt worden.“
Die Flüchtlinge werfen der ARI zudem eine intransparente Kontoführung vor. So würden Kontoauszüge für die Zeit vom 12. Oktober bis zum 13. November fehlen. Der Kontostand des Spendenkontos von mehr als 22 000 Euro Mitte Oktober sei bis Mitte Februar auf 5 600 Euro gesunken, ohne dass für die Ausgaben Quittungen für das Flüchtlingscamp vorlägen, hieß es. Die ARI habe ein Gespräch zu den Vorwürfen verweigert.
Die ARI ihrerseits wies die Vorwürfe zurück. Die Kontoauszüge seien der Finanzgruppe des Oranienplatzes übergeben worden. Gesprächsbereitschaft habe zudem bestanden. (epd/BLZ)
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