Es war einmal ein trüber Freitagvormittag im Januar des Jahres 2020. Wie üblich war der ICE-Sprinter von München nach Berlin sehr voll. Einen letzten Platz konnte ich noch im Bordbistro ergattern. Auf diese Idee kam auch der Regisseur Oskar Roehler, der zum Bayerischen Filmpreis im Prinzregententheater in die bayerische Landeshauptstadt reiste. Ich saß also Rücken an Rücken mit ihm. Auf der vierstündigen Fahrt wurde ich unfreiwillig Zeugin seiner Unterhaltung mit einer ihn begleitenden Frau. Er beschwerte sich mit einer fast die gesamte Zugreise andauernden Beharrlichkeit über die Filmbranche, zu der er zwar gehört, an der er aber viel zu kritisieren hat.
Kino
Oskar Roehlers „Bad Director“ mit Oliver Masucci: Jeder Mann weiß, dass er ein Misthaufen ist
Mit seinem neuen Film „Bad Director“ wird der Regisseur Oskar Roehler wieder einmal seinem Ruf als Enfant terrible der hiesigen Filmszene gerecht.
Annette Walter
5 Min
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Oska Roehler erzählt in „Bad Director“ die Geschichte von Gregor Samsa, gespielt von Oliver Masucci, einem dauernörgelnden Filmemacher Mitte 50.
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