Umweltschäden

Ostsee: Schwedische Küstenwache bekämpft Ölteppich nach Fährunfall

Am Sonntag war eine Fähre vor Südschweden zweimal auf Grund gelaufen. Dabei trat Dieselöl aus, das sich nun auf fünf Kilometer in der Ostsee erstreckt. Ein Teil hat bereits Land erreicht.

Team News AFP/dpa
2 Min
Einsatzkräfte der schwedischen Küstenwache arbeiten daran, Öl von der Fähre aufzufangen. F

Einsatzkräfte der schwedischen Küstenwache arbeiten daran, Öl von der Fähre aufzufangen. F

© --/Küstenwache Schweden/dpa

Nach dem Fährunfall vor Südschweden kämpft die Küstenwache gegen einen sich in der Ostsee ausbreitenden Ölteppich. Derzeit erstrecke sich das Dieselöl auf über fünf Kilometer, erklärte der Koordinator der Arbeiten, Erik Svensson, am Montag. Ziel sei es, die Strände vor dem Schlick zu schützen.

Die Fähre „Marco Polo“ der Gesellschaft TT Line war am Sonntagmorgen südlich von Karlshamn auf Grund gelaufen, alle 75 Passagiere konnten jedoch rasch in Sicherheit gebracht werden. Die Ursache war auch am Montag unklar. 

Nach Angaben ihres Pressesprechers Mattias Lindholm lief die Fähre auf Grund, fuhr dann aber noch einige Kilometer weiter, bis sie erneut auf Grund lief. Auf der gesamten Strecke verlor das Schiff demnach Dieselöl. Am Sonntagnachmittag erreichte der Treibstoff die Küste der Gemeinde Sölvesborg.

Bislang unklar, wie viel Öl aus der Fähre ausgelaufen ist

Die Fähre verkehrt zwischen Karlshamn und Trelleborg. Den örtlichen Behörden zufolge wurde ihr Rumpf bei dem Zwischenfall im vorderen und mittleren Bereich beschädigt. Die Gefahr, dass sie sinken könnte, bestand demnach aber nicht.

Unklar war am Montag weiterhin, wie viel Öl aus dem Schiff ausgelaufen ist. „Wir haben bisher zwei Kubikmeter aufgefangen“, sagte Koordinator Svensson. Die Küstenwache arbeite nun „an einer Schätzung auf der Grundlage der Luftbeobachtung“.

Man versuche nun, das Öl so früh wie möglich aufzufangen, so gut es geht, Schäden von der Umwelt fernzuhalten und gleichzeitig Ermittlungen zu führen, sagte Svensson. Unter anderem soll der Rumpf der Fähre noch vor einer möglichen Bergung untersucht werden. 

Aufnahmen schwedischer Medien zeigten unter anderem vereinzelte ölverschmierte Vögel. Mehrere Behördenvertreter baten auf der Pressekonferenz, sich von dem betroffenen Gebiet fernzuhalten.

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