Pakistans Armeechef Asim Munir hat am Freitag in Teheran mit Irans Außenminister Abbas Araghchi über neue diplomatische Initiativen zur Beilegung des Konflikts zwischen dem Iran und den USA gesprochen. Das berichteten iranische Staatsmedien.
Munir gilt als zentraler Vermittler in den indirekten Gesprächen zwischen Washington und Teheran. Pakistan kann in Konflikten um Iran als möglicher Gesprächskanal gelten, weil das Land enge Beziehungen zu Saudi-Arabien pflegt und zugleich direkte Kontakte nach Teheran unterhält. Hinzu kommen die gemeinsame Grenze mit Iran und eine bedeutende schiitische Bevölkerungsgruppe im eigenen Land.
Die Gespräche dauerten Reuters zufolge bis in die Nacht. Beide Seiten hätten über jüngste diplomatische Schritte beraten, die eine weitere Eskalation verhindern und den Iran-Krieg beenden sollen. Es ist Munirs zweiter Besuch in Teheran binnen weniger Wochen. Beim vorherigen Aufenthalt traf er nach Angaben des türkischen Portals Türkiye Today auch Präsident Masoud Pezeshkian, Parlamentspräsident Mohammad Bagher Qalibaf und hochrangige Militärs.
Katar und Türkei schalten sich ein
Parallel führte eine Delegation aus Katar Beratungen mit Araghchi. Das teilte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei, am Freitag mit. Pakistan bleibe der zentrale Vermittler in den Verhandlungen, sagte Baghaei laut Arab News.
Der türkische Außenminister Hakan Fidan telefonierte laut Türkiye Today am Freitag separat mit Araghchi, mit Katars Premier- und Außenminister Mohammed bin Abdulrahman Al Thani sowie mit pakistanischen Vermittlern. Inhaltliche Details nannten die Beteiligten nicht.
Rubio sieht Fortschritte
US-Außenminister Marco Rubio sprach am Rande eines Treffens der Nato-Außenminister im schwedischen Helsingborg von Fortschritten, dämpfte aber zugleich die Erwartungen. „Es gab einige Fortschritte. Ich würde sie weder übertreiben noch kleinreden“, sagte Rubio laut Arab News. Es gebe noch Arbeit, ein Abschluss sei nicht erreicht.
Rubio bekräftigte, die Position Washingtons zum iranischen Atomprogramm sei unverändert. Iranische Pläne für eine Gebühr auf den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öls und Flüssigerdgases fließt, nannte er laut Arab News „inakzeptabel“.
Die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete unter Berufung auf eine Quelle aus dem Umfeld der Verhandlungen, in einzelnen Punkten gebe es Fortschritte, eine Einigung sei aber erst möglich, wenn alle Streitpunkte geklärt seien.
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