USA

Palästina-Proteste und Krawall-Studenten: Was läuft falsch an New Yorks Elite-Uni?

Die Columbia University steht im Zentrum der propalästinensischen Proteste in den USA. Nun wurde sogar die Semesterabschlussfeier abgesagt. Die Atmosphäre ist aufgeladen. Ein Stimmungsbericht.

Ekaterina Venkina
8 Min
Studierende der Columbia University bei einem Protestmarsch durch New York

Studierende der Columbia University bei einem Protestmarsch durch New York

© Getty Images/North America

Die Stimmung auf dem Campus der Columbia University in New York ist gedrückt. Der Eingang zur Hamilton Hall, die in der Nacht zum 1. Mai von der Polizei geräumt wurde, ist streng bewacht: Offiziell ist das Gebäude „für Reparaturen geschlossen.“ Doch immer wieder kommen uniformierte Polizisten herein. Drinnen arbeiten Handwerker mit Schutzhelmen und grünen Leuchtwesten, sie schleppen Farbeimer. Die klaffenden Löcher im Glas der Eingangstür sind verschwunden, neue Scheiben eingesetzt. Die verbogene Türklinke ist ersetzt. Nur ein paar Kratzer in der Holzvertäfelung erinnern an die Besetzung des Gebäudes durch die Demonstranten und eine nächtliche Polizeirazzia vor über einer Woche.

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