Rettungseinsatz

Defekter Aufzug: Feuerwehr holt Besucher vom Berliner Funkturm

Rund 15 Menschen saßen im Restaurant fest, vier weitere auf der Aussichtsplattform in 126 Metern Höhe. Erst der Hersteller konnte den Fahrstuhl im Notbetrieb wieder in Gang setzen.

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Die Feuerwehr brachte die Besucher von Restaurant und  Aussichtsplattform des Berliner Funkturms wieder nach unten.

Die Feuerwehr brachte die Besucher von Restaurant und  Aussichtsplattform des Berliner Funkturms wieder nach unten.

© Axel Billig / Pressefoto Wagner

Wegen eines defekten Fahrstuhls hat die Berliner Feuerwehr am Freitagabend mehrere Gäste vom Funkturm holen müssen. Rund 15 Menschen saßen im Restaurant in 55 Metern Höhe fest, vier weitere auf der Aussichtsplattform in rund 126 Metern Höhe, wie ein Sprecher der Feuerwehr der dpa mitteilte.

Die Gäste aus dem Restaurant wurden den Angaben zufolge von Einsatzkräften über die Treppe nach unten begleitet. Eine Person mit Mobilitätseinschränkungen sei mit einem speziellen Transportstuhl für Notfälle nach unten gebracht worden. 

Den Besuchern auf der Plattform war ein Abstieg über die Nottreppe mit mehreren hundert Stufen nicht möglich. Die Einsatzkräfte prüften laut dem Sprecher verschiedene Rettungsoptionen, darunter auch den Einsatz eines Krans.

Sonderanfertigung wie am Eiffelturm

Schließlich gelang es dem Hersteller des Aufzugs, die Anlage im Notbetrieb wieder zu aktivieren. Die Betroffenen kamen so mit verringerter Geschwindigkeit zurück auf den Boden.

Der Berliner Funkturm prägt die Stadtsilhouette beim Blick vom Drachenberg in Richtung Innenstadt.

Der Berliner Funkturm prägt die Stadtsilhouette beim Blick vom Drachenberg in Richtung Innenstadt.

© Jürgen Ritter/imago

Der Glasaufzug des Funkturms befördert nach Angaben der Messe Berlin bis zu acht Personen und wird drahtlos per Funk gesteuert. Das verwendete Funksteuerungssystem ist demnach eine Sonderanfertigung. Das einzige vergleichbare System ist am Eiffelturm in Paris installiert. Regulär dauert die Fahrt auf die Plattform nur 33 Sekunden.

Wahrzeichen aus den 1920er Jahren

Der Berliner Funkturm auf dem Messegelände im Ortsteil Westend wurde 1926 zur dritten Großen Deutschen Funkausstellung eröffnet. Entworfen wurde die Stahlfachwerkkonstruktion im Stil der frühen Moderne von Heinrich Straumer. Mit dem Pariser Vorbild kann er in seinen Ausmaßen nicht ganz mithalten. Fernseh- und Radioprogramme werden von dem technischen Denkmal schon seit Jahrzehnten nicht mehr ausgestrahlt.

Nach Angaben der Messe Berlin, die den Turm betreibt, haben seit der Einweihung mehr als 17 Millionen Besucher den Panoramablick von der Aussichtsplattform genossen, auf der bis zu 45 Personen Platz finden.

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